Goa-Partys: Angst vor neuer Debatte

Der Tod eines Goa-Party-Besuchers in Obwalden hat auch die heimische Szene aufgeschreckt. Diese distanziert sich von den auswärtigen Veranstaltern.

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Tanzende Besucher eines Goa-Festivals im Jahr 2008 in Marbach. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Tanzende Besucher eines Goa-Festivals im Jahr 2008 in Marbach. (Bild: Archiv / Neue LZ)

«Tot», «Drogen», «illegal», «Goa-Party» sind Reizwörter, die im Zusammenhang mit dem Ertrinkungstod eines 19-jährigen Partygängers im Kleinen Melchtal schweizweit für Schlagzeilen sorgten.

Die tragischen Ereignisse oberhalb von Giswil haben bei den heimischen Goa-Party-Veranstaltern schlechte Erinnerungen geweckt: Bereits 2000 und 2004 sorgten auswärtige Organisatoren mit ihren gross angelegten Partys im Kanton Obwalden für Furore. In der Folge befasste sich auch der Kantonsrat mit der Thematik. Und zwar mit der Absicht, Goa-Partys im Kanton Obwalden ganz verbieten zu wollen, was damals aber nicht erfolgte.

«Wir befürchten nun, dass wieder eine ähnliche Debatte lanciert wird», erklärt Manuel Ottiger. «Durch diesen Vorfall werden wir in unseren Bemühungen um eine gute Zusammenarbeit mit den Behörden, den Alpgenossenschaften und der Bevölkerung um Jahre zurückgeworfen.»

Der 37-jährige Sarner ist Sprecher der Interessengemeinschaft für eine freie Tanzkultur Obwalden: «Wir möchten mit allen involvierten Stellen an einen Tisch sitzen, um abzuklären, was es braucht, um auf legalem Wege im gegenseitigen Einvernehmen solche Anlässe durchführen zu können. Im Gegenzug sind wir auch bereit, Konzessionen einzugehen.»

Christoph Riebli

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