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HALBJAHRESRESULTAT: Obwaldner Kantonalbank steigert Gewinn

Die Obwaldner Kantonalbank war im ersten halben Jahr gut unterwegs. Die Kundengelder nahmen stark zu.
Zwei Personen vor einem Logo der Obwaldner Kantonalbank. (Symbolbild Keystone / Urs Flüeler)

Zwei Personen vor einem Logo der Obwaldner Kantonalbank. (Symbolbild Keystone / Urs Flüeler)

Der Bruttogewinn der Obwaldner Kantonalbank summiert sich für das erste halbe Jahr auf 30,4 Millionen Franken. Das sind 6,7 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Stark zur Gewinnsteigerung beigetragen hat das Wertschriften- und Anlagegeschäft. Die Bank verdiente daran 2,76 Millionen Franken, im Vorjahresvergleich bedeutet das ein Plus von mehr als 16 Prozent. «Ich werte dies als Zeichen des Vertrauens in die Qualität unserer Kundenberatung», lässt sich CEO Bruno Thürig zum Erfolg in diesem Geschäftszweig zitieren.

Insgesamt legte das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 21 Prozent zu. Die Kundengelder wuchsen um 63,2 Millionen Franken. Im schwierigen Zinsgeschäft stagnierte die Obwaldner Kantonalbank, der Bruttoerfolg liegt mit knapp 22 Millionen Franken minim unter dem letzten Halbjahresergebnis. «Er fällt jedoch höher als erwartet aus», heisst es in der Mitteilung der Bank. «Insbesondere bei den Kundenausleihungen macht sich die Situation eines stark umworbenen Marktes bemerkbar.» Wie bei andern Banken suchen auch in Obwalden Versicherungen und Pensionskassen ihr Heil im Kreditgeschäft. Sie engagieren sich vor allem im Hypothekargeschäft.

Trotzdem legten die Obwaldner im ersten halben Jahr in dieser Sparte um 1,4 Prozent oder 43,7 Millionen Franken zu. CEO Bruno Thürig erwartet im zweiten halben Jahr indes eine leichte Abschwächung. «Ich rechne für das ganze Geschäftsjahr mit einem guten, wenn auch leicht tieferen Ergebnis als im Vorjahr. Das zweite Semester dürfte unter anderem wegen des erwarteten Rückgangs der Zinsmarge sowie des Wegfalls der Beteiligungserträge etwas tiefer ausfallen», sagt er.

Höhere Gesamtkosten

Wegen der höheren Lohnsumme und einmaligen Liegenschaftsaufwendungen fielen die Kosten höher aus als im Vorjahr. Die Liegenschaftskosten haben ihren Grund im abschlägigen Bundesgerichtsentscheid zu den Bauplänen der Bank im Zentrum von Sarnen. Der Entscheid zum künftigen Standort des Hauptsitzes steht noch aus. Der Studienauftrag für ein mögliches Projekt im Feld wird vorangetrieben, und für den möglichen Standort am alten Hauptsitz an der Bahnhofstrasse prüft die Bank verschiedene Lösungen.

Rainer Rickenbach

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