Hallenbad Obwalden kommt mit einem blauen Auge davon

Dank eines Beitrags aus dem Obwaldner Covid-Fonds, Kurzarbeit und Einsparungen schliesst die Rechnung praktisch ausgeglichen ab. Im Verwaltungsrat der Hallenbad Obwalden AG soll neu Beat von Deschwanden sitzen: Er ersetzt den zurücktretenden André Windlin.

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Das Aquacenter Kerns plant ein zusätzliches Kursbecken.

Das Aquacenter Kerns plant ein zusätzliches Kursbecken.

Archivbild: Corinne Glanzmann

(mah/mu) Eigentlich hätte die Generalversammlung der Hallenbad Obwalden AG am 19. November stattfinden sollen. Wie der Verwaltungsrat nun mitteilt, wird das Geschäftsjahr schriftlich bilanziert und auch die Abstimmungen sollen schriftlich durchgeführt werden.

Gerade aufgrund der vorübergehenden Schliessung des Hallenbades blicke die Hallenbad Obwalden AG auf bewegte Monate zurück. Es muss bereits das zweite Mal Kurzarbeit anmelden und versuche nun im Sinne der Schadensbegrenzung laufend Kostenoptimierungen zu vollziehen. Finanziell gesehen, komme das Hallenbad «mit einem blauen Auge davon», heisst es im Geschäftsbericht 2019/2020. Trotz des coronabedingten mehrwöchigen Betriebsunterbruchs und einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr von rund 186'000 Franken resultiert am Ende lediglich ein Verlust von 1089 Franken.

Umsatzstärkste Monate waren nicht betroffen

Dies sei unter anderem dem Obwaldner Hilfefonds für Härtefälle zu verdanken, aus welchem die AG 40'000 Franken erhalten habe. Dazu kommen Kurzarbeitsentschädigungen im Rahmen von 80'000 Franken und die Aufschiebung von Unterhaltsarbeiten, welche 20'000 Franken gekostet hätten. Neben weiteren Massnahmen sei es auch von Vorteil, dass die umsatzstärksten Monate Oktober bis Januar nicht von Corona betroffen gewesen wären.

Gut vorangekommen ist der Verwaltungsrat gemäss dem Jahresbericht mit der Planung des Erweiterungsprojekts. Die Hallenbad Obwalden AG will Sport- und Lernschwimmbecken erneuern, auch die Umkleidegarderoben würden nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen. Eine zusätzliches Kursbecken mit einer Fläche von ungefähr 110 Quadratmetern soll ausserdem das zunehmende Bedürfnis nach Schwimm-, Fitness-, und Gesundheitskursen in Obwalden decken. Die Summe dieser Investitionen belaufe sich laut Mitteilung auf 4'910'000 Franken und sollen zu mehr als 55 Prozent aus öffentlicher Hand finanziert werden. Die Gemeinden im Sarneraatal entscheiden über einen Beitrag an die Investitionskosten und anschliessend an die jährlichen Betriebskosten. In Kerns und Sarnen hat das Stimmvolk die Beiträge bereits bewilligt. Teilweise soll dieser Betrag auch durch eine Aktienkapitalerhöhung erreicht werden, welcher nun schriftlich zugestimmt werden soll.

Beat von Deschwanden soll neu im Verwaltungsrat sitzen

Weiter informiert die Hallenbad Obwalden AG über den Rücktritt von Verwaltungsrat André Windlin, der seit 2011 im Rat tätig war. Laut Statuten muss mindestens ein Verwaltungsratsmitglied ein Gemeindevertreter sein, weshalb der neue Gemeindepräsident von Kerns Beat von Deschwanden vorgeschlagen wird. Beat von Deschwanden ist 51-jährig, Vater von zwei schulpflichtigen Kindern und beruflich als Betriebsleiter der Sportbahnen Melchsee-Frutt tätig.

Die Aktionäre haben bis zum 18. Dezember Zeit, ihre Abstimmungsbogen einzusenden. Die Resultate werden Mitte Januar veröffentlicht.

Mehr Informationen unter www.aquacenter-obwalden.ch