Hangrutsch: Die Lage bleibt kritisch

Im Hintergraben in Sarnen bewegt sich ein Hang mehrere Zentimeter pro Tag talwärts. Die Hausbesitzer müssen mit Schäden rechnen.

Drucken
Teilen
Bis zu 15 Meter tiefe Bohrungen sollen helfen, herauszufinden, wie der Untergrund beschaffen ist. (Bild: Paul Küchler / Neue OZ)

Bis zu 15 Meter tiefe Bohrungen sollen helfen, herauszufinden, wie der Untergrund beschaffen ist. (Bild: Paul Küchler / Neue OZ)

Der Hang im Gebiet Hintergraben in der Schwendi kommt nicht zur Ruhe. Weil hier gewaltige Erdmassen in Bewegung sind, ist es praktisch unmöglich, sie zu stoppen.

Das Gebiet ist seit zwei Jahren konstakt in Bewegung, in jüngster Zeit immer schneller. Laut einer Mitteilung der Gemeinde Sarnen verschiebt sich der Hang pro Woche um durchschnittlich ein bis zwei Zentimeter talwärts. Seit Beginn der Messungen sind demnach 300'000 Quadratmeter in ständiger Bewegung.

Das ganze Gebiet ist nun in der Gefahrenkarte rot markiert. Eine unmittelbare Lebensgefahr besteht im Gebiet Hintergraben nicht, schreibt die Gemeinde weiter. Allerdings muss mit weiteren Schäden an Gebäuden und Infrastrukturbauten wie Brücken und Strassen gerechnet werden. Neue Bauten sind nicht mehr möglich. Die Grundeigentümer werden direkt von den Behörden informiert und mit den aktuellen Messdaten der Behörden beliefert. 

pd/rem