Obwaldner Hauseigentümer sollen umdenken

Obwalden wendet knapp eine Million Franken für die Förderung effizienter Energien auf.

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(pd/lur) Der Obwaldner Regierungsrat hat das Förderprogramm 2020 für Energieeffizienz und die Anwendung erneuerbarer Energien im Gebäudebereich verabschiedet, wie er in einer Mitteilung schreibt. Zusammen mit den Mitteln aus der CO2-Abgabe stehen den Hauseigentümern damit insgesamt 0,94 Millionen Franken zur Verfügung.

Damit fallen die Fördermittel ähnlich aus wie im vergangenen Jahr. Mit der kontinuierlichen Fortsetzung des Förderprogramms, welches in der Vergangenheit aufgrund der grossen Nachfrage zum Teil schon frühzeitig ausgeschöpft wurde, werde die Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele unterstützt. Das diesjährige Förderprogramm sei im Grundsatz mit jenem des Vorjahres «fast identisch» und weise lediglich zwei inhaltliche Anpassungen auf. Durch die Aufnahme des Beratungsangebots «Erneuerbar Heizen» im Förderprogramm 2020 beabsichtigt der Kanton, die Gebäudeeigentümer zum Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien zu animieren.

Förderbeitrag soll begrenzt werden

Zudem sollen die Vorgaben für die energetische Sanierung grosser Flachdächer, die unverhältnismässig viele Fördergelder abschöpfen, verschärft werden. Neben strengeren Vorgaben wird der Fördersatz von 60 auf 40 Franken pro Quadratmeter gesenkt. Gleichzeitig sieht der Regierungsrat vor, den maximalen Förderbeitrag pro Gesuch auf 100'000 Franken zu beschränken.

Die bisherigen Instrumente der kantonalen Förderung in den Bereichen Gebäudehülle, Haustechnik und Energieberatung werden beibehalten. Weiterhin gefördert werden auch die Sanierung von Einzelbauteilen, Gesamtsanierungen, hocheffiziente Minergie-Neubauten, der Ersatz fossiler Energieträger durch erneuerbare Energien, der Einsatz von Holzenergie und Sonnenkollektoren sowie die kantonale Energieberatung. Die energetische Betriebsoptimierung und das Beratungsangebot mit dem «Gebäudeenergieausweis der Kantone» bleibt ebenfalls erhalten.

Weitere kleine Anpassungen gegenüber dem Förderprogramm 2019 seien «formeller Natur», schreibt der Regierungsrat. Das diesjährige Fördermodell ist zudem inhaltlich mit den Zentralschweizer Kantonen abgestimmt. Insbesondere mit den Kantonen Nidwalden und Uri hat sich Obwalden in dieser Hinsicht abgesprochen.

Detaillierte Auskünfte zum Ablauf der Energieberatung und zum Fördermodell erteilt die Energiefachstelle des Kantons. Diese ist telefonisch erreichbar unter der Nummer 041 666 64 24. 

Fördergesuche können online erfasst werden.