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Gäste sollen in Obwalden den Älpleralltag hautnah erleben

Die Genusswanderungen auf den Spuren von Pro Montagna gehen weiter: Nach dem Erfolg von 2017 werden diesen Sommer jeweils von Montag bis Freitag fünf verschiedene Anlässe angeboten.
Birgit Scheidegger
Älpler Thomas Schnider (l.), Bea Brunner, Leiterin Obwalden Tourismus und Toni Aufdermauer, Amt für Landwirtschaft und Umwelt. (Bild: Birgit Scheidegger (Giswil, 14. Juni 2018))

Älpler Thomas Schnider (l.), Bea Brunner, Leiterin Obwalden Tourismus und Toni Aufdermauer, Amt für Landwirtschaft und Umwelt. (Bild: Birgit Scheidegger (Giswil, 14. Juni 2018))

Die Coop-Patenschaft für Berggebiete feierte im letzten Jahr das 75-Jahr-Jubiläum, die Pro Montagna-Linie von Coop den 10. Geburtstag. Aus diesem Anlass wurde gemeinsam mit den Partnern – Alpbetriebe, Obwalden Tourismus sowie dem Amt für Landwirtschaft und Umwelt Obwalden – der Jubiläumsanlass «Alpä, Vee und Chäs» erkoren. Dieser war ein voller Erfolg. Unzählige Wanderbegeisterte nahmen die Gelegenheit wahr, um die Alpen rund um den Giswilerstock kennenzulernen und den Älplern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen.

«Jetzt gibt es ein Nachfolgeprojekt», erklärt Toni Aufdermauer vom Obwaldner Amt für Landwirtschaft und Umwelt. «Unsere Idee ist, dass alle Interessierten während der Sommerferien einerseits die Alpgebiete entdecken, andererseits einen Tag auf der Alp erleben. Im Zentrum stehen dabei die Produkte und die Landschaft.» Die fünf verschiedenen Anlässe beinhalten Wanderungen von gemächlich bis anspruchsvoll, dauern zwischen einem halben bis eineinhalb Tage, inklusive Übernachtung in der Alphütte, und der Ausgangspunkt ist jeweils mit dem öffentlichen Verkehr oder dem Auto zu erreichen. Sie können vom 7. Juli bis 19. August gemacht werden, wobei die Wochentage sauber auf die verschiedenen Varianten aufgeteilt sind. Die einzelnen Programmpunkte auf den Alpen Arni-Schwand, Jänzimatt, Glaubenbielen und Fluonalp sind unterschiedlich gestaltet. So haben die Besucher unter anderem die Gelegenheit, nach einer Nacht in der Alphütte in den Älpleralltag einzutauchen und ihn hautnah mitzuerleben, indem sie selber Hand beim Melken, Stall ausmisten oder Käsen anlegen. «Ein Erlebnis für Gross und Klein, bei dem selbstverständlich auch Käse degustiert wird», wie Toni Aufdermauer betont.

Produkte und Gegend bekannter machen

«Zudem unterscheiden sich die vier Alpen topografisch, deshalb lohnt es sich, überall einen Besuch einzuplanen», unterstreicht Thomas Schnider, Käser und Älpler auf der Fluonalp. «Jede Alp ist anders eingerichtet und es wird anders gewirtschaftet.» Wichtig sei bei diesen Angeboten die Wertschöpfung für den Tourismus und für die Akteure auf den Alpen. «Bei uns wird nicht geschauspielert, sondern alles ist authentisch», so Schnider. «Wir wollen, dass die Leute zu uns kommen, aber es soll gleichzeitig ein sanfter Tourismus sein.» Ein Grund, warum die Teilnehmerzahlen pro Anlass beschränkt sind.

«Wir wollen mit den Genusswanderungen die Produkte und die Gegend bekannter machen. Wenn man die vielfältigen Aufgaben zeigt, gibt es auch mehr Verständnis», so Bruno Abächerli vom Amt für Landwirtschaft und Umwelt. Seit 75 Jahren unterstützt die Coop-Patenschaft für Berggebiete Projekte von Schweizer Bergbauernfamilien und hilft so, deren Existenzgrundlage zu sichern. Dazu gehört unter anderem die Vermarktung von Produkten unter dem Label «Pro Montagna», bei denen Coop Landwirtschaftsprodukte aus den Alp- und Berggebieten verkauft. «Vor zehn Jahren waren es 25 Produkte, heute umfasst das Sortiment 240 Spezialitäten», so Abächerli. Es sei für alle eine Win-Win-Situation. «Die Genusswanderungen sind ein Produkt des sanften Tourismus, ein authentisches Angebot und ein Erlebnis für die Gäste,», erklärt Bea Brunner, Co-Geschäftsführerin und Leiterin Marketing von Obwalden Tourismus. «Es ist ein qualitativ hochstehendes Angebot, welches uns zusätzliche Gäste in die Region bringt.»

Die Anmeldung erfolgt über die Tourismusorganisationen von Obwalden oder Giswil

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