Heute keine eigenen Wohnungen mehr

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Geschichte 1992 wurde auf Initiative von Architekt Ali Stöckli die Wohnbaugenossenschaft Landenberg Sarnen gegründet. 83 Genossenschafter gaben ein Anteilkapital von 379 000 Franken. Stöckli dazu: «Ich beabsichtigte, den sozialen Wohnungsbau in Obwalden zu fördern, und gründete dazu die Wohnbaugenossenschaft.» Er hatte Erfahrung: Als Architekt plante und erstellte er im Kanton Luzern über 50 Wohnungen. Dem letzten Vorstand der Wohnbaugenossenschaft Landenberg Sarnen gehörten an: Cornelia Caratsch, Moni Imfeld, Markus Degen, Otto Läubli und der Initiant Ali Stöckli.

Die Genossenschaft musste ihre Vermietungen unter den Bedingungen des Wohneigentumsförderungsgesetzes (WEG) tätigen. Diese basierten auf der Phase der Hochzinspolitik und waren auf 25 Jahre ausgerichtet. Weil sich die Hypothekarzinsen laufend reduzierten, wurde der Markt günstiger als die WEG-Bedingungen. Das veranlasste die Verantwortlichen zu handeln. Die Wohnbaugenossenschaft erstellte in den vergangenen 24 Jahren einen Neubau mit 14 Wohnungen und übernahm ein weiteres Haus mit 6 Wohnungen. 2005 musste Stöckli zur Kenntnis nehmen, dass die Hochzinspolitik und damit die Vorteile bei Mietzinsen für Genossenschafter vorbei sind. Das Haus mit den 14 Wohnungen wurde im Stockwerkeigentum verkauft, die Wohnbaugenossenschaft liquidiert.

Ist der gemeinnützige Wohnungsbau mit den tiefen Hypothekarzinsen vorbei? Architekt Ali Stöckli formuliert es so: «Ich glaube nicht, dass die Wohneigentumsförderung vorbei ist, jedoch müssen die Rahmenbedingungen entsprechend ausgestaltet werden, damit es Sinn macht. Es gibt viele Personen, die zu Gunsten von günstigen Wohnungen einer Genossenschaft Mittel zur Verfügung stellen und auf eine grosse Rendite verzichten. Es liegt insbesondere am Bund, die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen und entsprechende Bedingungen auszuarbeiten.» (vi)