HOCHWASSERSCHUTZ: Das Stollenprojekt gibts zum Fixpreis

Die Befürworter der Sarner Stollenlösung bleiben auf Offensivkurs. Präsentiert wurde erstmals ein Projekt, in einigen Wochen will man über die Kosten informieren.

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Der Stollen zur Hochwasser-Entlastung des Sarnersees würde unterhalb des abgebildetetn Wichelseee-Stauwehrs einmünden. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Der Stollen zur Hochwasser-Entlastung des Sarnersees würde unterhalb des abgebildetetn Wichelseee-Stauwehrs einmünden. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

«Wir informieren die IG Hochwasserschutz Sarnen und damit die Öffentlichkeit heute über den Stand des Stollenprojektes», sagte August Husner von der Bietergemeinschaft Gasser Felstechnik AG/Implenia AG, Lungern, am Donnerstagabend. Die beiden Firmen hatten sich vor rund einem Jahr bereit erklärt, der IG Hochwasserschutz für den Pauschalpreis von 75?000 Franken eine Totalofferte für die Stollenvariante auszuarbeiten. Dies nachdem sich viele Sarner mit dem Projekt Tieferlegung/Verbreiterung der Sarneraa nicht anfreunden konnten, worauf Peter Zwicky zusammen mit anderen die IG Hochwasserschutz gründete.

Kosten noch nicht bekannt
August Husner präsentierte das Stollenprojekt am Donnerstag vor grosser Kulisse: Rund 300 Personen wollten im «Kronen»-Saal aus erster Hand mehr darüber erfahren. «Wir werden der Interessengemeinschaft eine technisch gut realisierbare, umweltschonende Lösung mit klar definierten Kosten vorlegen», so Husner weiter. «Ein Projekt, in dem alle Risiken bis Ende Bauzeit eingerechnet sind», beantwortete Husner Nachfragen aus dem Publikum.

Wie hoch die Investitionen für den Bau eines 6,7 Kilometer langen Stollens vom Sarnersee bis unterhalb des Stauwehrs Wichelsee in Alpnach sein werden, konnte Husner allerdings noch nicht sagen. «Ganz einfach, weil wir diese erst noch berechnen müssen», antwortete Husner auf eine Frage von Gesprächsleiter Primus Camenzind. Weil die Bietergemeinschaft für die Totalofferte alle technischen Aspekte und Risiken abklären müsse, daure die Kostenberechnung «eben etwas länger», so Husner. Doch am 28. November werden Projekt und Kosten der IG präsentiert, und am 2. Dezember findet eine weitere öffentliche Informationsveranstaltung statt.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der neuen Obwaldner Zeitung.