HOCHWASSERSCHUTZ: Obwalden gibt Entlastungsstollen den Vorzug

Bei der Frage, wie das Sarneraatal vor Hochwasser geschützt werden soll, favorisiert der Kanton einen Entlastungsstollen. Welches Projekt realisiert werden soll, werden die Behörden 2014 entscheiden.

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Damit der Sarnersee (im Bild Sachseln) nicht über die Ufer tritt, favorisiert die Obwaldner Regierung einen Entlastungsstollen. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Damit der Sarnersee (im Bild Sachseln) nicht über die Ufer tritt, favorisiert die Obwaldner Regierung einen Entlastungsstollen. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

In den vergangenen Monaten seien die Unterlagen zum Projekt Hochwassersicherheit Sarneraatal vervollständigt worden, teilte der Regierungsrat des Kantons Obwalden mit. Zudem seien die Varianten von externen Fachleuten verglichen worden.

Bei dieser Bewertung durch die neutralen Experten ging die Variante «Sarneraa mit Hochwasserentlastungsstollen Ost» als Bestvariante hervor. Das Projekt mit einem Stollen zwischen Sarnersee und Wichelsee war durch eine Volksinitiative lanciert worden. Das zweite Projekt sieht vor, die Sarneraa tiefer zu legen und zu verbreitern. In den Vergleich miteinbezogen wurde zudem die Nullvariante; bei dieser würde der Schutz nicht erhöht.

121 Millionen Franken

Für das Stollenprojekt werden die Gesamtkosten auf 121,5 Millionen Franken geschätzt. Die Tieferlegung und Verbreiterung der Sarneraa dürfte rund 106 Millionen Franken kosten. Bei beiden Projekten ist ein jeweils angepasstes Hochwasserschutzprojekt für den Kernmattbach mit eingerechnet.

Der Bund wird sich mit 35 bis 65 Prozent an den Kosten beteiligen. Von den restlichen Kosten wird der Kanton 60 Prozent übernehmen. 40 Prozent der Restkosten tragen die betroffenen Gemeinden.

Volk entscheidet im Herbst 2014

Zur Zeit werden die beiden Projektvarianten vom Bund begutachtet. Dessen Stellungnahme erwartet der Regierungsrat bis Ende November. Anfang 2014 will der Regierungsrat einen Variantenentscheid fällen und dem Kantonsrat zum Beschluss vorlegen. Die Kantonsratsdebatte ist für März 2014 vorgesehen. Im Herbst 2014 soll das Volk an der Urne über den Baukredit bestimmen. (sda/rem)