HOCHWASSERSCHUTZ SARNERAATAL: Neues Gremium soll Planung voranbringen

Die Planung der Stollenvariante für den Hochwasserschutz im Sarneraatal soll vorangetrieben werden. Dazu wird aber mehr Geld benötigt.

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Die Sarneraa oberhalb der Rütibrücke. (Archivbild Robert Hess/Neue OZ)

Die Sarneraa oberhalb der Rütibrücke. (Archivbild Robert Hess/Neue OZ)

Das Obwaldner Stimmvolk hat sich am 26. September 2010 für die Initiative Planung des Stollenprojekts «Bergvariante Ost» ausgesprochen. Die Organisation des Projekts ist nun vom Obwaldner Regierungsrat verändert worden: Die Projektsteuergruppe, die bisher vor allem als Informationsplattform der beteiligten Partner (kantonale Verwaltung, Gemeinden, Bund, Interessenvertretungen) diente, wird verkleinert. Zudem erhält sie mehr Kompetenzen, aber auch mehr Pflichten.

Den Vorsitz im neuen Gremium hat Regierungsrat Paul Federer. Das Gremium setzt sich nach wie vor aus Vertretern von Bund, Kanton, Gemeinden zusammen. Auch dabei ist ein Mitglied der Interessengemeinschaft Hochwasserschutz Sarnen, welche die Initiative für die «Bergvariante Ost» erst lanciert hat. Für die Behandlung bestimmter Themen wird das Gremium bei Bedarf erweitert, wie das Obwaldner Bau- und Raumentwicklungsdepartement in einer Mitteilung schreibt.

Mehr Geld benötigt
Die vom Stimmvolk angenommene Initiative «Bergvariante Ost» beinhaltete einen Planungskredit von 1,8 Millionen Franken. Mit diesem Geld sollte das Stollenprojekt «Bergvariante Ost» bis zur Baureife geplant werden. Es hat sich aber gezeigt, dass Summe nicht ausreicht und beim Kantonsrat ein Zusatzkredit eingeholt werden muss. Der Kantonsrat wird voraussichtlich am 27. Januar 2011 darüber entscheiden.

Die Bohrungen düften im Januar/Februar 2011 beginnen.