Höchstalter für Stipendien ist «zu tief»

Bis zu welchem Alter soll es Stipendien geben? Die Obwaldner Regierung schlägt neu als Grenze 35 Jahre vor. Das ist mehr als bisher, aber weniger ,als Nachbarkantone haben.

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Wer heute über 30 Jahre alt ist, bekommt in Obwalden kein Stipendium mehr. So steht es in der entsprechenden Verordnung, welche zwar «in besonderen Fällen» Ausnahmen vorsieht. Andere Kantone in der Zentralschweiz sind wesentlich grosszügiger: In Nidwalden und Zug gilt die Grenze 40, in Uri 49, Luzern kennt gar keine Obergrenze.

Demnächst im Kantonsrat

Das ist auch dem Engelberger SP-Kantonsrat Seppi Hainbuchner aufgefallen. Sein Vorstoss aus dem Jahr 2008, in welchem er eine Aufhebung oder Anpassung der Altersgrenze nach oben verlangte, soll demnächst im Kantonsrat behandelt werden. Zur Debatte steht die neue Stipendienverordnung. Hainbuchner und ein Dutzend Mitunterzeichner argumentierten, man könne nicht das lebenslange Lernen propagieren und es dann just jenen über 30 verwehren, wenn sie nicht genug eigene finanzielle Mittel haben.

Regierung bleibt unverbindlich

Die Regierung gab sich in ihrer Antwort auf den Vorstoss im Februar 2009 zurückhaltend. Sie könne die Argumente der Motionäre «grundsätzlich nachvollziehen», wolle aber zuerst die von der Eidgenössischen Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) geplante Stipendienvereinbarung abwarten. Diese liegt inzwischen vor. Und sie sieht eine Altersgrenze von mindestens 35 Jahren vor. Doch ob der Kanton dieser Vereinbarung beitreten soll, lässt die Regierung offen. Falls das Ergebnis der Beratungen im Kantonsrat jedoch «weitgehend oder gar vollständig» der Vereinbarung entspreche, gebe es keinen Grund, nicht mitzumachen.

Markus von Rotz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Obwaldner Zeitung.