Höchste Hängebrücke Europas auf dem Titlis

Zum 100-Jahr-Jubiläum der Drahtseilbahn Engelberg–Gerschnialp bauen die Bergbahnen Titlis Rotair eine 100 Meter lange Hängeseilbrücke auf dem Titlis. Mit über 3000 Metern über Meer ist sie die höchstgelegene Hängeseilbrücke Europas.

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So soll die 100 Meter lange Hängebrücke bei der Bergstation des Sessellifts Ice Flyer aussehen. (Bild: PD)

So soll die 100 Meter lange Hängebrücke bei der Bergstation des Sessellifts Ice Flyer aussehen. (Bild: PD)

Am 21. Januar 1913 hat die Drahtseilbahn Engelberg–Gerschnialp den Betrieb aufgenommen. Nach Angaben der Titlis Bergbahnen entsteht zum 100-Jahr-Jubiläum auf 3041 Metern über Meer eine Hängeseilbrücke – die erste auf dieser Höhe in ganz Europa.

Der Weg zur Brücke führt von der Bergstation durch den 140 Meter langen unterirdischen Stollen zur Aussichtsplattform beim Südwandfenster und verbindet das Südwandfenster mit der Bergstation der Gletschersesselbahn «Ice-Flyer». Von der gerade mal einen Meter breiten Seilkonstruktion erleben die Besucher einen Blick in den 500 Meter tiefen Abgrund.

So soll die 100 Meter lange Hängebrücke bei der Bergstation des Sessellifts Ice Flyer aussehen. (Bild: PD)

So soll die 100 Meter lange Hängebrücke bei der Bergstation des Sessellifts Ice Flyer aussehen. (Bild: PD)

1,3 Millionen Franken teuer

Das rund 1,3 Millionen Franken teure Projekt leitet Roger Waser von der Firma CES Bauingenieur AG in Sarnen geleitet. Die Lungerer Firma Gasser Felstechnik AG ist für die Baumeisterarbeiten und die Verankerung im Fels zuständig. Sie soll ihre Arbeiten Ende Juli beginnen. Ein Grossteil des Materials befördern die Bergbahnen als «Unterlast-Transport» auf den Titlis. Für die Feinverteilung im Gipfelbereich sowie für die Betontrasporte kommt ein Helikopter zum Einsatz.

Bauen auf einer solchen Höhe sei extrem anspruchsvoll, schreiben die Bergbahnen Titlis Rotair weiter. Bei optimalem Bauprozess ist eine Inbetriebnahme Ende November realistisch. Je nach Schnee und Witterung ist eine Schliessung der Brücke in den Wintermonaten möglich.

Die Brücke ergänzt das bestehende Angebot auf dem Titlis. Es umfasst unter anderem einen Gletscherpark, eine Gletschergrotte, Snowtubing (Schlitteln auf einem reifenartigen Untersatz), Fotostudio, Uhrenshop und mehrere Restaurants.

pd/chg/sda

Wird am 15. Dezember freigegeben: Cliff Walk auf dem Titlis. (Bild: Keystone)
35 Bilder
Wird am 15. Dezember freigegeben: Cliff Walk auf dem Titlis. (Bild: Keystone)
Wird am 15. Dezember freigegeben: Cliff Walk auf dem Titlis. (Bild: Keystone)
Wird am 15. Dezember freigegeben: Cliff Walk auf dem Titlis. (Bild: Keystone)
Offizieller Eröffnung am 7. Dezember: Der ein Meter breite Gehweg über die Hängebrücke gewährt den Besuchern (bei schönem Wetter) einen Blick in den 500 Meter tiefen Abgrund. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Die Hängebrücke auf 3041 Metern über Meer ist die höchstgelegene Europas. (Bild: Keystone)
Barbara Kehrli, Gemeindepräsidentin von Gadmen schneidet mit Martin Odermatt, Talammann aus Engelberg das Band auf der höchstgelegenen Hängebrücke Europas durch. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Im Beisein von Botschaftern aus 14 Ländern ist der Titlis Cliff Walk am 7. Dezember eröffnet worden. (Bild: Keystone)
Mit dieser Schere wird das Band durchschnitten. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Pater Patrick aus Engelberg spricht ein Gedicht zur Eröffnung. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Keystone
Bild: mountain wilderness
Bild: mountain wilderness
Stand der Bauarbeiten am 21. November auf dem Titlis. (Bild: Keystone)
Arbeiter legen am 21. November die Brückenelemente zusammen. (Bild: Keystone)
Der Cliff Walk führt über 500 Meter Abgrund... (Bild: Keystone)
...von der Bergstation Titlis Rotair zum Südwandfenster... (Bild: Keystone)
... bis zur Bergstation der Gletscher Sesselbahn IceFlyer. (Bild: Keystone)
Die Zug- und Tragkonstruktion auf beiden Seiten ist für maximal 500 Tonnen Gewicht ausgelegt. (Bild: Keystone)
Es gibt keine Beschränkung der Anzahl Menschen auf der Brücke. (Bild: Keystone)
Ein Helikopter liefert die Pfeiler an. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Andy Gabriel bei der Arbeit an der Brücke. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Peter Reinle, Marketingleiter Titlis Bahnen mit Roger Waser, Ingenieur Hängebrücke auf dem Sendeturm. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Felstechniker Res Blaettler beim Aufstieg. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Ein Helikopter liefert die Pfeiler an. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Ein Helikopter liefert die Pfeiler an. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Ein Helikopter liefert die Pfeiler an. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Andy Gabriel bei der Arbeit an der Brücke. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Ingenieur Roger Waser beim Fernseh-Interview. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Peter Reinle, Marketingleiter Titlis Bahnen. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Hängebrücke mit der Bergstation des Sessellifts Ice Flyer (rechts). (Bild: PD)
Blick auf die ein Meter breite und 100 Meter lange Brücke. (Bild: PD)

Wird am 15. Dezember freigegeben: Cliff Walk auf dem Titlis. (Bild: Keystone)

Blick auf die ein Meter breite und 100 Meter lange Brücke. (Bild: PD)

Blick auf die ein Meter breite und 100 Meter lange Brücke. (Bild: PD)