Sarnen
Höhere Steuereinnahmen verbesserten die Rechnung 2020

Die Kirchgemeindeversammlung Sarnen genehmigte die Rechnung und wählte Beat von Wyl neu in die Rechnungsprüfungskommission und gleichzeitig auch zum neuen RPK-Präsidenten.

Markus Villiger
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Die Rechnung 2020 der Kirchgemeinde Sarnen schliesst besser ab als erwartet. Ein Grund dafür ist, dass gewisse bauliche Projekte, unter anderem an der Pfarrkirche Sarnen, nicht umgesetzt werden konnten.

Die Rechnung 2020 der Kirchgemeinde Sarnen schliesst besser ab als erwartet. Ein Grund dafür ist, dass gewisse bauliche Projekte, unter anderem an der Pfarrkirche Sarnen, nicht umgesetzt werden konnten.

Bild: Urs Flueeler/ KEYSTONE (Sarnen, 21. Juni 2018)

Zur ordentlichen Kirchgemeindeversammlung vom Montagabend im Pfarreisaal in Kägiswil versammelten sich 30 Stimmberechtigte der katholischen Kirchgemeinde Sarnen. Finanzchef Arnold Britschgi konnte eine erfreuliche Jahresrechnung 2020 präsentieren. Sie schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 1,24 Millionen Franken ab. Einem Ertrag von rund 4 Millionen Franken steht ein Aufwand von rund 2,77 Millionen Franken gegenüber. Das Budget rechnete für das Jahr 2020 mit einem Ertragsüberschuss von lediglich 21'000 Franken.

Der Finanzchef begründete den viel besseren Abschluss für das vergangene Jahr wie folgt: «Unerwartet konnten ausserordentlich massiv höhere Steuereinnahmen von rund 500'000 Franken eingenommen werden, was alleine auf Abgaben von Privatpersonen zurückzuführen war. Ebenfalls wurden zusätzliche kantonale Beiträge an die Pfarrkirche Kägiswil, die Pfarrhelferei Sarnen und die Kaplanei Sarnen ausbezahlt. Dies führte zu Mehreinnahmen von total 620'000 Franken.» Auf der Aufwandseite hingegen seien verschiedene Besoldungen an Seelsorger, Aushilfen und Organisten zufolge geringerer Einsätze wegen Corona tiefer ausgefallen. Ebenfalls reduzierten sich auch die Beiträge an Kirchenchor und Orchester. «Gleichzeitig mussten verschiedene bauliche Projekte in den Pfarrkirchen Sarnen, Stalden und Kägiswil sowie dem Pfarrhaus in Stalden wie auch in den Kapellen Heiligkreuz und Wolfengel teilweise oder ganz zurückgestellt werden», erläuterte der Finanzchef weiter. Und weil im Jahr 2019 ausserordentliche Abschreibungen vorgenommen wurden, sind im Jahr 2020 keine mehr angefallen. «Der Aufwand reduzierte sich somit um rund 600'000 Franken», fasste Arnold Britschgi zusammen. Einstimmig wurde die Jahresrechnung auf Antrag der Rechnungsprüfungskommission (RPK) genehmigt.

Bisherige RPK-Präsidentin verabschiedet

Der zurückgetretenen RPK-Präsidentin Vreny Schädler-Jakober wurde das grosse Engagement während elf Jahren herzlich verdankt. Als Ersatz wählte die Versammlung neu den ehemaligen Gemeindepräsidenten Beat von Wyl in die Rechnungsprüfungskommission und gleichzeitig auch zum Präsidenten.

Schliesslich informierte die Projektgruppe Seelsorgeraum Schwendi, Kägiswil und Sarnen, die unter der Leitung von Pfarreileiterin der Pfarrei Kägiswil Gabriela Lischer steht, über den gegenwärtigen Stand des Projekts. An der nächsten Kirchgemeindeversammlung vom 8. November sind konkrete Informationen zu erwarten.