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Sechs Künstler vereinen Holz und Gold

Der Ausstellungsraum Kägiswil bleibt seinem Konzept treu. In der gegenwärtigen Ausstellung zeigen sechs Künstler variantenreiche Arbeiten, für die sie als Werkstoffe vor allem Gold oder Holz oder auch beides verwenden.
Romano Cuonz
Von Seylech Leuthard ging die Idee «Holz & Gold» aus: Er bringt in seinen Werken die beiden Materialien zusammen. Bild: Romano Cuonz (Kägiswil, 25. Mai 2018)

Von Seylech Leuthard ging die Idee «Holz & Gold» aus: Er bringt in seinen Werken die beiden Materialien zusammen. Bild: Romano Cuonz (Kägiswil, 25. Mai 2018)

«Ich hatte den in Luzern geborenen und in Brienzwiler lebenden Künstler Seylech Leuthard vor einiger Zeit bei einer Ausstellung im Sarner ‹Zytlade› entdeckt», erzählt Yvonne Gnos. Sie ist im Kägiswiler Kulturraum seit der Eröffnung Ausstellungsgestalterin. Damals sei ihr aufgefallen, wie der 52- jährige naturverbundene Seylech Leuthard in seinen Werken gerne Holz und Gold verwende, um etwa die Sonne und das Universum zu thematisieren.

Der gelernte Bäcker-Konditor, der an der Kunstgewerbeschule Luzern abgelehnt wurde und seinen Weg deshalb als Autodidakt beschritt, konnte als freier Künstler über 1400 seiner eigenwilligen Werke weltweit in Firmen, Kliniken, Praxen und privaten Wohnräumen platzieren. «Ja, warum nicht von ihm ausgehen und die Werkstoffe Holz und Gold als Motto und Titel für eine neue Ausstellung nach dem bereits mehrfach bewährten Prinzip wählen?», fragte sich Yvonne Gnos. Und wie sie einmal Ausschau hielt, traf sie noch auf fünf weitere Kunstschaffende, die mit genau diesen Materialien faszinierten. Das Thema war gegeben.

Neue Werke von Altbekannten

Wie immer stellen im Kulturraum unter dem jeweiligen Motto bekannte und von der Kunstszene anerkannte Künstler ihre Werke neben solche von Kunstschaffenden, die man noch weniger kennt. Diesmal verblüfft René Odermatt (Träger des Unterwaldner Preises für Bildende Kunst) mit einigen auch kleineren Holzskulpturen. Es sind skurril gelenkige Figuren, die offenbar während seines Atelierstipendiums in der Cité des Arts in Paris entstanden sind. Odermatt, den man bei uns wegen seiner grossen Skulpturen, etwa dem Kentaur im Sarner Seefeld, kennt, platziert an der Wand auch einige schon fast minutiös gefertigte «Teppichklopfer». Einfach witzig! Eines bleibt immer: René Odermatt bleibt sich und dem Holz treu.

Treu bleibt sich auch der 1937 in Luzern geborene und in Mettmenstetten lebende Bruno Gentinetta: Er begeistert mit Holzschnitten. Selber sagt er zu seiner Technik: «Ich schneide bestimmte Stellen vom Holz weg, was stehen bleibt, walze ich mit Farben ein und drucke das Holz auf Japanpapier.» Die neuen, ausgestellten Werke zeigen auch, wie Gentinetta mit nur einem Druckstock arbeitet und diesen mit verschiedenen Farben versieht. «Zurzeit drucke ich unter dem Titel ‹Totentanz› farbige Bilder», sagt er.

Kunsthandwerk, das aufblüht

Absolut faszinierend ist immer auch die Begegnung mit Trudi Stengele aus Ennetbürgen, die die alte Volkskunst der Klosterarbeiten wieder aufnimmt. In verglasten Holzkästchen arrangiert oder auf kleinen Sockeln unter Glasglocken geschützt, lässt sie ihre eigenen, kleinen Welten entstehen. Mit Gold- und Silberdrähten, geschliffenen Steinen, allerlei Glasperlen, Pailletten verziert sie kleine Reliquien, Heiligen- und Madonnenfiguren. Beherrschtes Kunsthandwerk!

Peter Ming aus Lungern – ein gelernter Schreiner – lässt seine Kreativität im Massivholzdrechseln aufblühen. Indem er rohe Holzformen mit der Feinbearbeitung durch das Drechseln kombiniert, entstehen schöne Schalen oder Windlichter mit Rindenrand.

Schliesslich ist da auch noch der in Flüeli-Ranft lebende gebürtige Ostschweizer Thomas Moser. Er führt das alte Kunsthandwerk der Intarsien als lange Tradition in seiner Familie weiter. Die Intarsienbilder, die er in der Ausstellung präsentiert, zeigen oftmals Motive aus Obwalden wie etwa die Kapellen in Flüeli-Ranft. Wie immer wird die Ausstellung «Gold und Silber» auch durch einen Büchertisch zum Thema ergänzt, den die Buchhandlung Dillier in Sarnen präsentiert.

Ausstellung «Holz und Gold» im Kulturraum Kägiswil. Öffnungszeiten: Freitag, 1. Juni, 18 – 21 Uhr. Samstag, 2. Juni, und Sonntag, 3. Juni, von 14 – 18 Uhr oder auf Anfrage 079 236 78 28.

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