Hymne zum Jubiläum

500 Guugger gaben in Giswil ein Monsterkonzert der Extraklasse. Die Chieferschüttler feierten ihr 20-Jahr-Jubiläum mit Sternmarsch und Hymne.

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Die Chieferschüttler Martin von Rotz (links) und Matthias Bucher mit ihrem Susafon beim Einspielen. (Bild: Marion Wannemacher)

Die Chieferschüttler Martin von Rotz (links) und Matthias Bucher mit ihrem Susafon beim Einspielen. (Bild: Marion Wannemacher)

Ob Izipanizis, Dossäbängäler, Rätschbäsä oder Seegusler – sie und mit einer Ausnahme alle anderen Obwalder Guuggen sowie drei Gruppen aus Horriwil, Doppleschwand und Amsteg waren da und feierten mit. Die Schüttlerparty zum Zwanzigjährigen war von langer Hand geplant. Die Chieferschüttler hatten eigens dafür eine Komposition in Auftrag gegeben. Patrick Amstalden von den Rätschbäse kam dem Ruf nach und komponierte «HymnOWia». «Die Idee dazu ist morgens in der Frühe in einer Bar zwischen Rätschbäsä und Chieferschüttler entstanden», erzählte er. Gegen 60 Arbeitsstunden habe er in die Hymne gesteckt.

Dirigent über 500 Guugger

Nach dem Sternmarsch auf dem Schulhausplatz und kurzem Vorprogramm legten alle 13 Gruppen los, Amstalden dirigierte die 500 Guugger von einem Gerüstturm in der Mitte des Areals. Eingängig und kurz ist sie, die Komposition der Obwaldner Guuggenhymne. Der Regen tat dem Ergebnis keinen Abbruch. Anschliessend gings zum Feiern in die Bars. 20 Jahre Chieferschüttler ist schliesslich eine Erfolgsgeschichte. Während andere Guuggen wegen Nachwuchsmangels ums Überleben kämpfen, haben sie es Jahr für Jahr fertig gebracht, dabei zu sein. Ob es daran liegt, dass sie sich nicht nur zur Fasnacht, sondern auch ab und zu übers Jahr treffen?

Im Sommer beispielsweise wird gemeinsam «gebrätelt», erzählt Präsidentin Daniela Burch. Sie erklärt sich den Erfolg unter anderem auch durch das gute und konkurrenzlose Miteinander. «Wir haben es hier gut miteinander.» 31 Mitglieder zählt zurzeit die Giswiler Formation. Trompeter Mike Vogler ist seit der Gründung dabei, mit 14 Jahren ist er damals gestartet, heute gehört er zu den Ältesten. Warum er immer noch dabei ist, weiss er genau: «Der Zusammenhalt, die Kollegen, man hat es zusammen lustig.» Und woher kommt der Name Chieferschüttler? Von dem Ausspruch: «Tio nid so bleed dä Chiefer schüttlä» so wie man auch sagt: «Liog doch nid so bleed!» Alles klar?

Marion Wannemacher