Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

«Ich habe hier oben Freunde gefunden»: Der Dirigent der Musikgesellschaft Engelberg feiert sein 10-Jahr-Jubiläum

Die Musikgesellschaft Engelberg hat am Jahreskonzert zum Thema «unique Musique» gespielt. Zu hören gab es am vergangenen Samstagabend nicht nur gefühlvolle Musik, sondern auch humorvolle Reden zu Ehren des Dirigenten.
Flavia Niederberger

Die Stiftsschule Engelberg war am vergangenen Samstagabend, 16. Juni 2018, Schauplatz für die Aufführung von zeitgenössischen Originalkompositionen sowie bekannte Melodien aus der Filmwelt. Die Musikgesellschaft Engelberg spielte ihr Jahreskonzert unter dem Motto «unique Musique». Zudem feierte die MG das 10-Jahr-Jubiläum ihres Dirigenten Guido Weber.

Dirigent Guido Weber (Mitte) erhielt am Konzert ein Geschenk für sein Jubiläum. (Bild: Flavia Niederberger; Engelberg, 16. Juni 2018)

Dirigent Guido Weber (Mitte) erhielt am Konzert ein Geschenk für sein Jubiläum. (Bild: Flavia Niederberger; Engelberg, 16. Juni 2018)

Mit der flotten Ouvertüre «Fantastic Winds» kam eine feierliche Aufbruchsstimmung auf. Der Komponist beschreibt den gesunden Fanatismus, den Musiker brauchen, um nach der Arbeit noch in die Proben zu gehen. Die Mitglieder der Musikgesellschaft Engelberg bewiesen, dass sie von dieser Leidenschaft gänzlich erfüllt sind. Verträumter ging es weiter mit «Fairytale of New York». Die farbenfrohen Rhythmen der irischen Melodie erzählten in einem Rausch von einem Traum einer Frau.

Musikanten «metzgen sich gut»

Das herausforderndste Stück des Abends für die Musiker war das Musical «Les Miserables». Mal düster und kräftig, dann flink und hell flossen die Melodien ineinander. Zum Schluss frech und kräftig, haben sich die Musikanten gemäss Aussage des Dirigenten «gut gemetzget». Im Marsch-Stil ging es schliesslich fröhlich in die Pause.

Im zweiten Teil wurde das Lieblingsstück des Dirigenten aufgeführt. «Dances with Wolves». Dieser schwärmte: «Das Stück geht unter die Haut.» Ansagerin Didi Scheurer verkündete humorvoll: «Jetzt dürfen mal wir Frauen von einem schönen Trapper träumen.» Nach diesem schönen Tanz in der Wildnis kam auf einmal Leben auf die Bühne. Das Jubiläum des Dirigenten wurde mit Geschenken und humorvollen Reden gefeiert. Erinnerungsfetzen erzählten davon, wie es kam, dass der Sarner eine Engelberger Musikgesellschaft dirigiert. «Obwalden ist Obwalden und Engelberg ist Engelberg», erläuterte Guido Weber seine damaligen Überlegungen. Dennoch habe er den Entscheid bis heute nicht bereut – und wenn, dann nur kurz.

Zur Abkühlung nach den grossen Emotionen spielten die Musiker «Highlights from Frozen», nur um dann wieder galaktisch aufzudrehen mit «Star Wars: The Force Awakens». Festlich und humorvoll verabschiedeten sie sich mit Udo Jürgens’ «Vielen Dank für die Blumen», was mit einem lauten «Bravo» aus dem Publikum gefeiert wurde. Als weitere Zugabe diente der «Waldstetter Marsch», komponiert vom eigenen Klarinettisten Andreas Lussi. Der Marsch verabschiedete das Publikum mit Schwung und Heiterkeit.

Dirigent will noch lange weitermachen

«Ich bin total überwältigt.» Er habe nicht mit einem solchen Aufmarsch gerechnet. Der Dirigent zeigte sich sehr zufrieden mit dem Konzert und dem vollen Saal. «Es war Emotion pur für mich.» Zu seinen künftigen Plänen meinte Guido Weber, er wolle noch lange weitermachen, wenn die Gesundheit mitspiele. «Ich habe hier oben Freunde gefunden», erklärte er. Und man spürte: Die Wertschätzung und Kameradschaft in der Musikgesellschaft Engelberg war an diesem Abend allgegenwärtig.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.