Im Kloster Engelberg gibt es einen zweiten Coronafall – Gottesdienste und Chorgebete finden vorerst nur per Livestream statt

Ein zweiter Mönch hat sich mit Covid-19 infiziert, er und sein Mitbruder befinden sich in Isolation. Das Kloster Engelberg verschärft nun die Schutzmassnahmen und überträgt sämtliche Gottesdienste und Chorgebete bis mindestens am 29. November nur noch online.

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(sok) Innerhalb der Mönchsgemeinschaft des Benediktinerklosters Engelberg ist ein zweiter positiver Fall von Corona aufgetreten, wie das Kloster Engelberg mitteilt. Die beiden Mitbrüder befinden sich in der Isolation. Kontakte zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klosters und der Stiftsschule seien keine bekannt. Den erkrankten Mitbrüdern gehe es den Umständen entsprechend gut.

Die ohnehin schon für den ganzen Klosterbereich geltenden, restriktiven Schutzmassnahmen wurden weiter verschärft, heisst es in der Mitteilung weiter. Für einen Teil der klösterlichen Gemeinschaft beschränkt sich die Bewegungsfreiheit strikt auf den eigentlichen Wohnbereich der Mönche – die Klausur. Ein Teil der Mönche ist in den Gästetrakt des Klosters umgezogen. Sie können ihre Aufgaben weiterhin wahrnehmen, müssen dabei jedoch äusserste Vorsicht walten lassen.

Gottesdienste und Chorgebete bis Ende November nur im Livestream

Die Werktags- und Sonntagsgottesdienste sowie die Chorgebete in der Klosterkirche fallen bis und mit mindestens 29. November aus. Die Gottesdienste von Montag bis Freitag um 07.30 Uhr, sowie am Samstag um 09.30 Uhr sowie 17 Uhr werden – wie die Sonntagsgottesdienste von 09.30 Uhr und 11 Uhr – via Livestream auf der Website des Klosters übertragen. Zusätzlich werden der Vorabendgottesdienst am Samstag um 17 Uhr und der Gottesdienst am Sonntag um 09.30 Uhr auf dem lokalen TV-Sender TEP-TV übertragen.

Ausschliesslich im geschlossenen Rahmen durchgeführt werden allfällige Beerdigungsgottesdienste. «Die Klostergemeinschaft hofft, so rasch wie möglich wieder zur Normalität zurückkehren zu können», steht in der Medienmitteilung. Die Klosterkirche bleibt ausserhalb der Gottesdienstzeiten für das persönliche Gebet offen. Es gilt dabei die allgemeine Maskenpflicht und die vom Obwaldner Regierungsrat festgelegte maximale Teilnehmerzahl von 30 Personen.

Das Pfarramt, die Klosterpforte sowie die Verwaltung und die Klosterbetriebe bleiben zu den publizierten Zeiten geöffnet. Von den Massnahmen nicht betroffen sind der Blumenladen, die Kloster Schreinerei sowie die Stiftsschule. Das Kloster ist jederzeit telefonisch erreichbar.