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Im «Salzherrenhaus» in Sarnen soll man wieder wohnen können

Das Haus mit der früheren Löwenapotheke soll wieder zum Wohnhaus werden. Ein Einheimischer hat der Baufirma Eberli das Gebäude aus dem Inventar der schützenswerten Baudenkmäler abgekauft.
Das «Salzherrenhaus» ist ein prägendes Objekt für den Obwaldner Kantonshauptort. (Bild: PD)

Das «Salzherrenhaus» ist ein prägendes Objekt für den Obwaldner Kantonshauptort. (Bild: PD)

(pd/mvr) Mit dem Kauf des ehemaligen Hauptsitzes der Obwaldner Kantonalbank (OKB) an der Bahnhofstrasse in Sarnen im November 2018 hat die Firma Eberli Anlagen aus Sarnen auch das «Salzherrenhaus» mitgekauft. Dieses hat nun einen neuen Besitzer. Beni Burch aus Wilen will das historische Gebäude an zentraler wieder dem ursprünglichen Zweck als Wohnhaus zuführen.

Eberli kaufte die beiden Liegenschaften mit einer Gesamtgrösse von 6000 Quadratmetern damals der Kantonalbank ab. Seither habe man sich intensiv mit der künftigen Nutzung des historischen Gebäudes beschäftigt, teilt die Firma mit. «Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, mit Beni Burch einen lokalen Käufer für dieses an bester Lage im Sarner Dorfzentrum stehende Objekt zu finden», wird Alain Grossenbacher, CEO und Verwaltungsratspräsident der Sarner Eberli Gruppe, zitiert.

Anzahl Wohnungen steht noch nicht fest

Die künftige Nutzung des «Salzherrenhauses» stehe bereits fest. «Das Ladenlokal im Erdgeschoss lässt verschiedene Nutzungsmöglichkeiten zu und soll erhalten bleiben. In den drei Obergeschossen werden wieder Wohnungen geschaffen.» Dadurch werde «das stattliche, repräsentative Gebäude an prominenter und ortsbildprägender Lage wieder seinem Ursprung zugeführt.» Wie viele Wohnungen es letztlich geben wird, sei noch Gegenstand der eben erst angelaufenen Planung. Über den Kaufpreis haben die beiden Parteien Stillschweigen vereinbart.

Die Eberli Anlagen AG als Eigentümerin der ehemaligen OKB-Liegenschaft sei sich der grossen Bedeutung der bestehenden Gebäude für das Ortsbild Sarnens bewusst. Für Grossenbacher ist deshalb klar, «dass wir uns die notwendige Zeit für die Entwicklung eines nachhaltigen Projekts nehmen. Die nächsten Schritte wollen gut überlegt sein.»

Die OKB wird dieses Frühjahr das Grundstück an der Bahnhofstrasse räumen. Per 1. Mai geht die Liegenschaft an Eberli über.

Ein Haus mit einer reichen Geschichte

Beim «Salzherrenhaus» in Sarnen handelt es sich um ein für den Obwaldner Kantonshauptort prägendes Objekt. Vielen ist das Haus auch als «Löwenapotheke» ein Begriff. Bis zum Umzug der OKB in ihren provisorischen Hauptsitz waren in den drei oberen Etagen des ab dem ersten Obergeschoss aus dem Jahre 1647 stammenden Gebäudes die Büroräumlichkeiten einer Abteilung der Obwaldner Kantonalbank untergebracht. Seit Jahren ist das stattliche Haus Bestandteil des Inventars der schützenswerten Bau- und Kunstdenkmäler des Kantons Obwalden. Ursprünglich vom Obwaldner Landammann Nikolaus Imfeld 1544 erbaut, diente das nach einem Brand 1647 ab dem Sockelgeschoss wieder aufgebaute Gebäude vorerst als Gasthaus Zum Roten Löwen. Der Zusatz «Zum Roten» weist auf den damaligen roten Anstrich hin. Nach der 1891 durchgreifenden historischen Umgestaltung beherbergte das Ladenlokal im Erdgeschoss die Löwenapotheke. Das Gebäude fällt in erster Linie durch sein stattliches Volumen und seine klare architektonische Gliederung auf. Hinzu kommen eine konsequente Materialgebung und sehr sorgfältig ausgearbeitete Details. Von besonderer Qualität ist die strassenseitige Hauptfassade mit ihren regelmässigen, streng eingeteilten Fenstern.

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