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Immer mehr Obwaldner Strom von der Sonne

Das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) hat seinen Umsatz erneut steigern können. Der Grund liegt ausserhalb des Kantons. Schweizweit konnten mehr Grosskunden gewonnen werden.
Matthias Piazza
as EWO Verwaltungsgebäude in Kerns. (Bild: PD)

as EWO Verwaltungsgebäude in Kerns. (Bild: PD)

Das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) hat ein turbulentes Stromjahr hinter sich. Die Schneeschmelze füllte im ersten Halbjahr die Stauseen, was sich positiv auf die Stromproduktion auswirkte. Ganz anders im zweiten Halbjahr: Wegen der grossen Trockenheit lag die Produktionsmenge unter dem Schnitt. Dank guter Speicherbewirtschaftung im Frühling konnte das EWO trotzdem zulegen und produzierte im vergangenen Jahr 131,2 Gigawattstunden, 3,9 Prozent mehr als 2017, wie das Unternehmen einer Medienmitteilung schreibt.

Total hat das EWO im vergangenen Jahr 432 Gigawattstunden Strom verkauft, rund 60 Prozent davon wurden auf dem Strommarkt beschafft. Diese Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 5,2 Prozent sei vor allem auf die Gewinnung von neuen Firmenkunden ausserhalb des Kantons zurückzuführen, sagt Thomas Baumgartner, Vorsitzender der EWO-Geschäftsleitung, auf Anfrage. «Die Grosskunden, die ihren Stromlieferanten auswählen können, werden für uns ein immer wichtigeres Segment», erläutert er.

Umso erfreulicher sei auch, dass man 2018 keinen Kunden, der mehr als 100'000 Kilowattstunden pro Jahr verbrauche und sich darum im liberalisierten Strommarkt bewegen dürfe, im Kanton Obwalden verloren habe. Im vergangenen Jahr habe das EWO 40 Prozent mehr solcher Grosskunden gewinnen können. Seit Anfang Jahr beziehen nun über 260 grosse Verbraucher in der ganzen Schweiz Strom vom Elektrizitätswerk Obwalden.

Fast zwei Drittel Strom aus Wasserkraft

Die meisten der rund 26'000 Obwaldner Kunden beziehen EWO-Naturstrom, der zu 100 Prozent aus Obwaldner Sonnenstrom oder Wasserkraft besteht. Der produzierte EWO-Strom setzte sich 2017 aus rund 62 Prozent Wasserkraft und 0,6 Prozent Sonnenenergie zusammen. Der Rest besteht aus nicht erneuerbaren Energien und nicht überprüfbaren Energieträgern. Der Strommix 2018 wird diesen Sommer bekannt.

Zugenommen hat der Anteil des Sonnenstroms. Ende vergangenen Jahres lieferten 318 Fotovoltaik-Anlagen Strom ins EWO-Netz. Das ist ein Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Die Menge des Sonnenstroms stieg um 14 Prozent auf 9428 Megawattstunden. Dazu trug das EWO direkt bei – es nahm auf seinem Unterwerk in Sarnen im vergangenen Jahr eine neue Fotovoltaikanlage in Betrieb. Die vier eigenen Solaranlagen lieferten 260 Megawattstunden. Damit speiste das EWO selber rund 30 Prozent mehr Sonnenstrom ins Netz ein als im Jahr zuvor.

Der Umsatz des Unternehmens kletterte im vergangenen Jahr auf rund 60 Millionen Franken (Vorjahr 59 Millionen Franken). Unter dem Strich bleiben dem EWO 10,3 Millionen Franken. Es wurde mit rund 19,2 Millionen Franken für rund 700'000 Franken mehr Strom eingekauft als 2017. Der Kanton und die Obwaldner Gemeinden profitieren von einer Gewinnausschüttung. Diese beträgt gesamthaft 6,45 Millionen Franken.

Der Kantonsrat behandelt den Bericht an seiner Mai-Sitzung.

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