In den Bergseen beissen kaum noch Fische an

In den Bergseen auf Melchsee-Frutt und im Älggi fangen Fischer zurzeit viel weniger als sonst. Über die Gründe wird gerätselt.

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Ein Fischer wirft seine Angel in den Blausee auf Melchsee-Frutt aus. (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)

Ein Fischer wirft seine Angel in den Blausee auf Melchsee-Frutt aus. (Bild: Romano Cuonz / Neue OZ)

In den Bergseen auf Melchsee-Frutt beissen die Fische zurzeit nur schlecht an. Ebenso beim Seefeldsee, einem kleinen Gewässer etwa eine halbe Stunde über dem Älggi. Über mögliche Gründe wird heftig diskutiert. Den Vorwurf, dass zu wenige Fische eingesetzt werden kann man ebenso hören wie das Argument, Anzahl der Fischer würde Überhand nehmen.

Fischereiaufseher Lothar Rohrer vom Älggi glaubt zu wissen, warum dieses Jahr weniger Fische gefangen werden. «Der Seefeldsee war kaum je so früh eisfrei wie dieses Jahr», erklärt er. Durch die warmen Wassertemperaturen sei der See ein regelrechtes «Tischlein deck dich» für die Fische. «Die Forellen können auslesen und verzichten eben auf das zweifelhafte Angebot von uns Fischern.» Gut möglich, dass die Situation sich gegen den Herbst wieder ändern werde.

Dennoch: Auf Melchsee-Frutt forscht man beinahe wissenschaftlich nach den Ursachen der momentanen Fischflaute. Zweifellos ein Problem sei der variierende Pegelstand, sagt Walter Röthlin, Kernser Korporationsrat und zuständig für die Frutt-Fischerei. Diesbezüglich will man nun mit dem Elektrizitätswerk Obwalden Kontakt aufnehmen. Und auf lange Sicht müsse man sich sicher auch über die steigende Zahl der Fischer Gedanken machen.

Romano Cuonz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag.