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In der Kernser Jugendarbeit soll eine neue Ära anbrechen

Im März 2019 wird in Kerns ein neues Jugendbüro die Türen öffnen. Der Gemeinderat hat ein neues Konzept für die Jugendarbeit genehmigt und schafft für den Betrieb des Jugendbüros eine 25-Prozent-Stelle.
Philipp Unterschütz
Im Pavillon auf dem Schulhaus Areal in Kerns wird am ehemaligen Standort des Jugendlokals «Willa » im März 2019 das Jugendbüro der Gemeinde errichtet.(Bild: PD)

Im Pavillon auf dem Schulhaus Areal in Kerns wird am ehemaligen Standort des Jugendlokals «Willa » im März 2019 das Jugendbüro der Gemeinde errichtet.(Bild: PD)

Mangelndes Interesse der Jugendlichen gab der Gemeinderat als Grund an, als er beschloss, das Angebot der offenen Jugendarbeit und damit verbunden den Betrieb des Jugendlokals Willa auf Ende des Schuljahres 2016/17 zu sistieren. Auf unbestimmte Zeit, hiess es damals – einer Wiederaufnahme stehe aber auch nichts im Wege, falls das Bedürfnis bestehe. Um den Jugendlichen trotzdem einen niederschwelligen Zugang zu ermöglichen, wurde beim Sozialdienst Kerns eine Anlaufstelle eingerichtet. Intern erteilte der Gemeinderat zudem der Jugendkommission unter Leitung von Gemeinderat Elmar Stocker (CSP) den Auftrag, die weitere Entwicklung aufmerksam zu beobachten. In einer Mitteilung schreibt der Gemeinderat nun, die Jugendkommission stelle fest, «dass in der rund 12-monatigen Sistierungsphase keine klar zuzuordnenden Auswirkungen der Sistierung zu erkennen sind». Es seien an die Jugendkommission auch keine Bedürfnisse seitens der Jugendlichen, Eltern usw. herangetragen worden.

Eine Gemeinde braucht eine Anlaufstelle für Junge

Der Kernser Gemeinderat Elmar Stocker, Departements-Vorsteher Gesundheit & Soziales (Bild: PD)

Der Kernser Gemeinderat Elmar Stocker, Departements-Vorsteher Gesundheit & Soziales (Bild: PD)

Hingegen stellt die Jugendkommission fest, dass der niederschwellige Zugang über den Sozialdienst Kerns zwar gut gemeint war, aber kaum genutzt wurde. «Man kann sich vorstellen, dass für Kinder im Alter von 10 bis 16 Jahren die Hemmschwelle zu gross ist, ins Gemeindehaus zu gehen und beim Sozialdienst zu läuten», bringt es Gemeinderat Elmar Stocker auf den Punkt. Jugendliche müssten aber in einer Gemeinde die Möglichkeit haben, ihre Anliegen, Wünsche oder Probleme vorbringen zu können. «Eine Gemeinde braucht eine Anlaufstelle, eine Jugendarbeit als Ergänzung beispielsweise zur Vereinsarbeit. Wir können nicht einfach nichts machen», so Stocker weiter. Es bestehe die Tendenz, dass immer weniger Junge in Vereine gehen und dass anderseits immer häufiger beide Elternteile arbeiteten. «Das sind Verschiebungen, deren Auswirkungen in der Gesellschaft wir noch nicht kennen.»

Das neue Jugendbüro öffnet im März 2019

Der Gemeinderat hat nun ein neu erarbeitetes Konzept «Kontakt- und Anlaufstelle für Jugendliche (Jugendbüro) in Kerns» genehmigt. Man wolle damit eine neue Ära in der Jugendarbeit einläuten, schreibt der Gemeinderat. «Früher stellte die Jugendarbeit ein Programm zusammen. Neu sollen die Jugendlichen sagen, was ihre Bedürfnisse sind und das mit Hilfe der Jugendarbeit selber auf die Beine stellen», erklärt Elmar Stocker. Das Konzept sei bewusst offen gehalten und solle sich entwickeln können.

Das Jugendbüro Kerns soll im März 2019 den Betrieb aufnehmen. Während der 38 Schulwochen wird es rund je acht bis zehn Stunden für die Jugendlichen offen sein. Gesetzt sind die Mittwochnachmittage, wenn auch das Projekt «Champions – Husi und Sport» der Albert Koechlin Stiftung läuft, das ebenfalls von der Jugendarbeit betreut werden wird. Das Projekt stärkt die schulischen und sportlichen Fähigkeiten von Jugendlichen. Im Jugendbüro ist auch ein Computer mit Internet vorgesehen. Zudem sind viele Informationen zu Jugendthemen zugänglich. Stehen Jugendliche vor Problemen, finden sie hier ein offenes Ohr.

Vorerst schafft Kerns für den Betrieb des Büros eine 25-Prozent-Stelle. «Der Gemeinderat ist bei Bedarf offen für eine Anpassung nach oben, im Budget sind bis 60 Prozent vorgesehen», sagt Stocker. Die katholische Kirchgemeinde unterstützt den Neustart mit maximal 10000 Franken (bei 60 Prozent), für die 25 Prozent zahlt sie anteilmässig 4200 Franken jährlich. Die Ausschreibung der Stelle erfolgt demnächst.

Das Konzept findet sich auf www.kerns.ch

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