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In Engelberg donnerten gewaltige Lawinen ins Tal

Am Montagabend sind in Engelberg mehrere Lawinen abgegangen. Sperrungen und Umleitungen waren die Folgen. Die Gemeinde mahnt zu Vorsicht.
Matthias Piazza
(Bild: Beat Christen / Gemeinde Engelberg)(Bild: Beat Christen / Gemeinde Engelberg)
(Bild: Beat Christen / Gemeinde Engelberg)(Bild: Beat Christen / Gemeinde Engelberg)
(Bild: Beat Christen / Gemeinde Engelberg)(Bild: Beat Christen / Gemeinde Engelberg)
(Bild: Beat Christen / Gemeinde Engelberg)(Bild: Beat Christen / Gemeinde Engelberg)
4 Bilder

Lawinenabgänge in Engelberg – die Bilder

Am Montagabend sind in den Gebieten Hahnen und Geissberg in Engelberg Lawinen ins Tal gedonnert. Personen kamen dabei glücklicherweise keine zu Schaden. «Die zwei Lawinen haben jedoch gewaltige Schneemassen ins Tal transportiert», teilt die Gemeinde Engelberg in einem Communiqué mit. Aus diesem Grund müsse die Umleitung für den beliebten Winterwanderweg zwischen der Liegenschaft Puschen und dem Gebiet Wasserfall bis auf Weiteres aufrecht gehalten werden. Die am Montag angeordnete Umleitung für den Strassenverkehr zum Wasserfall konnte in der Zwischenzeit wieder aufgehoben werden.

Die Gemeindeführungsorganisation hat seit Tagen die aktuelle Lawinensituation im Tal laufend beurteilt und analysiert. Aufgrund dieser Arbeit seien bereits am Wochenende erste Massnahmen getroffen worden. So musste unter anderem die Zufahrt zum Gebiet Wasserfall gesperrt werden.

Situation habe sich entspannt

Martin Odermatt, Präsident der Gemeindeführungsorganisation Engelberg, geht eher nicht von weiteren spontanen Lawinenniedergängen aus. «In den Einzugsgebieten der Lawinen hat es teilweise schon noch sehr viel Schnee.» Doch der Schneedeckenaufbau habe sich von Montag auf Dienstag sehr stark verfestigt und die Temperaturen seien gesunken, dadurch habe sich die Situation allmählich entspannt. «Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen, aber der Winter ist noch lang.»

Auch auf dem Titlis kehrte das Wintersport-Leben wieder zurück. Am Montagmorgen haben der technische Leiter der Titlis-Bergbahnen zusammen mit dem Pisten- und Rettungschef beschlossen, dass sämtliche Pisten inklusive der Schlittelpiste geschlossen bleiben. Am Dienstagnachmittag waren 14 der 23 Pisten wieder offen und 17 der 19 Anlagen waren in Betrieb.

Die beiden Lawinen gingen etwas ausserhalb des Dorfkerns von Engelberg im Gebiet Geissberg (linker, roter Punkt) sowie Hahnen nieder.

60 Sprengungen am Titlis

Im Titlis-Gebiet ist ein Schnee-Rekord aufgestellt worden: Noch nie seit Beginn der automatischen Schneemessung vor 25 Jahren ist innerhalb von zwei Wochen so viel Schnee gefallen wie in diesem Jahr. Dies hat das Institut für Schnee- und Lawinenforschung für unsere Zeitung ermittelt. Seit Jahresbeginn hat die Messstation Titlisboden 421 Zentimeter Neuschnee gemessen. Aktuell beträgt die Schneehöhe 321 Zentimeter.

Die grossen Neuschneemengen führen zusammen mit den teils stürmischen Winden der letzten Tage zu einer grossen Lawinengefahr. Im Titlis-Gebiet wurden deshalb am Dienstag Morgen bis zu 60 Sprengungen vorgenommen, wie Peter Reinle, Sprecher der Titlis-Bahnen auf Anfrage unserer Zeitung bekannt gab. Insgesamt seien über 100 Kilogramm Sprengstoff gezündet worden. Dabei wurden laut Reinle teils auch grosse Lawinen ausgelöst. Es sei aber alles im kontrollierten Rahmen verlaufen. Zwischenfälle gab es keine. (cgl)

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