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In Kägiswil rüstet man sich für ein grosses Kirchenfest

Ende August steigt das «Chiläfäscht-Jubiläum» der Pfarrei Maria Himmelfahrt. Ebenfalls gefeiert wird die soeben beendete Renovation.
Ruedi Wechsler
Ende August können Hanspeter Wolfisberg, Brigit von Flüe und Walter Küchler (von links) den Abschluss der Renovation der Kirche Maria Himmelfahrt feiern. (Bild: Bild:)

Ende August können Hanspeter Wolfisberg, Brigit von Flüe und Walter Küchler (von links) den Abschluss der Renovation der Kirche Maria Himmelfahrt feiern. (Bild: Bild:)

Schon in den Sechzigerjahren wünschte sich die Kägiswiler Bevölkerung eine neue Kirche. Der grosse Förderer des Projekts war der Kaplan Johann von Rotz. Er sensibilisierte die Kägiswiler Bevölkerung für einen Neubau. 1958 gründete er einen Kirchenbauverein. Zwei Jahre später führte dieser an drei Sonntagen Zählungen durch, damit sich ein Ersatzbau besser begründen liesse.

Zwischen 262 und 279 Kirchengänger wurden gezählt, also fast das Doppelte des Fassungsvermögens der bestehenden Bartholomäus-Kirche. Dazu stellte der Kaplan den Vereinen zusätzliche Pfarreiräume in Aussicht. Er holte ebenso das St. Niklaus-Komitee mit ins Boot. Zusammen mit Vereinen organisierte Johann von Rotz unzählige Kirchenbasare und Chilbis. So kam die unglaubliche Summe von 378455 Franken zusammen. Damit machte er bei der Gemeinde Druck, um das Projekt starten zu können.

Junges und erfolgreiches Architektenteam

In der damaligen Zeit gab es noch keine Kirchgemeinden und der Baukredit von 1,6 Millionen Franken benötigte 1963 die Zustimmung der Sarner Stimmbürger. Im Kirchenprojekt waren eine Bühne, ein Saal, Sitzungsräume und Toiletten eingeplant. Die Architekten Joachim Näf sowie Ernst und Gottlieb Studer galten damals als junges und erfolgreiches Team und gewannen 1961 den nationalen Wettbewerb für die Kollegiumskirche St. Martin in Sarnen. Fast gleichzeitig zur Kirchenweihe in Sarnen erfolgte am 22. August 1966 in Kägiswil der Spatenstich der neuen Kirche Maria Himmelfahrt.

Über eine Million Franken für die Renovation

50 Jahre nach der Einweihung erfolgt die Renovation. Bauchef Hanspeter Wolfisberg erzählt, dass im Herbst 2016 der Kredit von einer Million Franken für die Renovation der Kirche gutgeheissen wurde. «Aufgrund gesetzlicher Vorschriften musste dieser Betrag um 200 000 Franken aufgestockt werden, da Brand- und Blitzschutzanlagen sowie weitere Sicherheitsmassnahmen das Projekt verteuerten», ergänzt Architekt Walter Küchler.

Im Winter 2017 begann die Innensanierung. Die Lüftung, die Elektro- und Sanitäranlagen sowie Türen und Fenster wurden ersetzt. Im Frühling dieses Jahres folgte die Restauration der Aussenfassade und der Dächer. Architekt Küchler sagt, dass der Sichtbeton mit dem Hochdruckreiniger vom Schmutz befreit und mit Tiefgrund und einer mineralischen Farblasur behandelt wurde. Die bestehende Holzfassade überzeugt nach dem Bürsten und der Oberflächenbehandlung mit einem warmen hellen Farbton. Der asbesthaltige Eternit auf den Dächern musste entfernt werden.

Im Glockenturm konnten mit speziellen Dämmplatten die Betonoberflächen gedämmt werden. Dadurch wird einerseits der «harte» Klang entschärft, anderseits aber auch die Lautstärke reduziert. Walter Küchler durfte als Viertklässler den Glockenaufzug persönlich miterleben. Eine dieser Glocken stammt von der alten Kapelle. Bauchef Hanspeter Wolfisberg berichtete mit einem Schmunzeln von einem lustigen Erlebnis während des Glockenturmumbaus: «Gemeindeleiter Andreas Pfister vergass zweimal, das Geläut auszuschalten. Handwerker, die im Glockenturm arbeiteten, flohen durch das Getöse mit Ohrensausen und Brummschädel nach draussen», meint er schmunzelnd.

100 Helfer sind an der Jubiläumsfeier aktiv

Die Denkmalpflege hat grosses Interesse an einer sanften und vorsichtigen Restauration des Sichtbetonobjektes und des jüngsten unter Schutz stehenden Werkes in Obwalden. Sie unterstützte das Projekt finanziell grosszügig. Das aktive Vereinsleben der Kägiswiler findet grösstenteils in den Räumlichkeiten der renovierten Kirche statt.

Die Pfarrkirche vor der Renovation. Hanspeter Wolfisberg (links) und Georg Berwert nehmen einen Augenschein. (Bild Corinne Glanzmann, 4. Mai 2016)

Die Pfarrkirche vor der Renovation. Hanspeter Wolfisberg (links) und Georg Berwert nehmen einen Augenschein. (Bild Corinne Glanzmann, 4. Mai 2016)

Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums und des Abschlusses der Renovation findet am 25. und 26. August eine Feier statt. OK-Präsident Glais Küchler stellt mit seinem Team ein Festprogramm zusammen. Insgesamt werden an besagtem Wochenende 100 Helfer im Einsatz stehen.

Die im Mai gewählte Kirchenpräsidentin Brigit von Flüe wünscht sich für die Zukunft ein gutes Einvernehmen im Team und hofft, dass das Netzwerk zwischen Kirche und Bevölkerung vermehrt genutzt wird. Lobenswert ist für Flüe die gute Zusammenarbeit mit dem Architekten Walter Küchler und allen Beteiligten der Erneuerung. Es konnten fast alle Arbeiten an Einheimische vergeben werden.

Zur Jubiläumsfeier ist die ganze Bevölkerung eingeladen. Samstag, 25. August, 9 – 15 Uhr: Schüler- und Chilbischiessen im Schiesskeller der Mehrzweckhalle Kägiswil, 15. Kägiswiler Dörflicup mit Fussballturnier und Kostümprämierung, ab 16 Uhr Kaffeehütte und ab 20 Uhr Chilbibar. Sonntag, 26. August: 9.30 Uhr Jubiläumsgottesdienst mit der Musikgesellschaft Sonnenberg Schwendi und dem Tschiferli-Cheerli, anschliessend Chilbibetrieb rund um die Kirche.

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