In Lungern ist nur Josef Berchtold gewählt

Nur ein Politiker in Lungern ist gewählt. Es kommt zu einem zweiten Wahlgang.

Robert Hess
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Josef Berchtold (CVP).

Josef Berchtold (CVP).

Bild: PD

«So viele Stimmen habe ich wirklich nicht erwartet, doch freue ich mich sehr über das Superresultat und die Wahl in den Gemeinderat», sagte gestern der 30-jährige Josef Berchtold (CVP). Der Projektleiter/Teamleiter Automation schaffte die Hürde des absoluten Mehr von 541 Stimmen mit 821 Stimmen als einziger der vier Kandidaten. Positiv überrascht hat ihn auch die hohe Stimmbeteiligung von rund 78 Prozent. Zu wählen waren die Nachfolger der auf Ende Juni zurückgetretenen Gemeinderäte Martin Gasser (FDP) und Denis Schürmann (CVP).

Imfeld tritt wieder an, Knüsel zieht sich zurück

Mit seinen 529 Stimmen fehlten Wendelin Imfeld (Geschäftsführer, CVP) nur zwölf Stimmen zum absoluten Mehr. «Bei vier Kandidaten für zwei Sitze überrascht mich nicht, dass nur einer das absolute Mehr erreicht», sagt Wendelin Imfeld. «Ich freue mich auch, dass der junge Sepp Berchtold an der Spitze ist.» Imfeld wird bestimmt zum zweiten Wahlgang vom 8. November antreten. Ebenso klar ist für den Arzt Paul Knüsel (70, parteilos), dass er nicht mehr zur Verfügung stehen wird. «Ich danke allen, die mir die Stimme gegeben haben», so Knüsel weiter. Er hat 273 Stimmen geholt «und das stimmt für mich. So habe ich nun mehr Zeit für meine drei Buben im Alter von vier, sechs und sieben Jahren.»

Ming vor erneuter Kandidatur?

Wie Paul Knüsel hat auch der Parteilose Walter Ming (Notfallseelsorger) mit seinen 311 Stimmen das absolute Mehr von 541 Stimmen deutlich nicht erreicht. Von unserer Zeitung hat er erfahren, dass Paul Knüsel seine Kandidatur zurückziehen will. «Falls sich dies bestätigt, werde ich höchstwahrscheinlich zum zweiten Wahlgang antreten, damit ich die Bürgerinnen und Bürger, die für Knüsel und für mich gestimmt haben, vertreten kann.» Denn diese Wahl habe gezeigt, so Ming weiter, dass heute nicht mehr einfach Parteienvertreter gewählt werden, sonst wäre Imfeld ja gewählt worden. Persönlich ist Ming mit seinem Resultat zufrieden. Ungültige oder leere Wahlzettel wurden insgesamt 136 eingelegt.

Angenommen (1019 Ja, 31 Nein) wurde auch die Rechnung. Sie schliesst bei Einnahmen von 10,5 Millionen Franken mit einem Plus von rund 480'000 Franken ab.

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