In Lungern stehen Generationenprojekte vor der Türe

Lungerer Gemeinderat erwartet ab 2024 wieder einen Aufwandüberschuss.

Robert Hess
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Der neue Lungerer Gemeinderat (von links): Markus Bider (neuer Geschäftsführer ab 2020), die Gemeinderäte Remo Freiburghaus (neu), Karl Imfeld (neu), Andreas Kammer, Bernadette Kaufmann-Durrer, Daniel Ming, Martin Gasser, Denis Schürmann sowie Emmanuel Hofer, Geschäftsführer ad interim.

Der neue Lungerer Gemeinderat (von links): Markus Bider (neuer Geschäftsführer ab 2020), die Gemeinderäte Remo Freiburghaus (neu), Karl Imfeld (neu), Andreas Kammer, Bernadette Kaufmann-Durrer, Daniel Ming, Martin Gasser, Denis Schürmann sowie Emmanuel Hofer, Geschäftsführer ad interim.

Ohne Gegenanträge hat die Gemeindeversammlung am Donnerstagabend das Budget 2020, einen Steuerrabatt von 0,3 Einheiten für 2020 sowie die Sanierung der Sommerweidstrasse mit einem Gemeindeanteil von 222000 Franken genehmigt (Ausgabe vom Freitag).

Finanzchef Andreas Kammer zeigte der gut besuchten Versammlung die finanzielle Lage der Gegenwart und der kommenden Jahre auf. So mussten die Steuererträge 2020 um total 738500 Franken geringer als für 2019 budgetiert werden. Je rund zur Hälfte sei dafür der Wegzug von vier guten Steuerzahlern sowie der einmalige Steuerrabatt von 0,3 Einheiten verantwortlich, erklärte Kammer.

Ein Teil des durch den Wegzug der vier Steuerzahler «verlorenen» Geldes komme allerdings wieder wegen der geringeren Steuerkraft der Gemeinde durch den Ressourcenausgleich vom Kanton zurück. Der budgetierte «Verlust» von 376000 Franken durch den Steuerrabatt werde durch die Auflösung von Steuerschwankungsreserven und finanzpolitischen Reserven finanziert.

«Generationenprojekt» fällt ab 2022 an

Derzeit präsentiere sich die Finanzlage gut, sodass der Steuerrabatt für 2020 verantwortbar sei, meinte Kammer. Die grossen Investitionen im Bereich Schulliegenschaften und Mehrzweckgebäude fielen ab 2022 an. Für dieses «Generationenprojekt» sieht der Finanzplan 2022 bis 2023 Nettoinvestitionen von über 15 Millionen Franken vor. Jahre 2024 müsste erstmals in der Erfolgsrechnung wieder mit einem Aufwandüberschuss gerechnet werden.

Im Rahmen der Budgetberatung warf RPK-Mitglied Pius Gasser die Frage auf, ob nach der Steuererhöhung vor einigen Jahren nicht zu wenig investiert worden sei. In seinen Erläuterungen erklärte Vizepräsident Martin Gasser, dass das Generationenprojekt 2019 «aufgrund personeller Vakanzen ins Stocken geraten ist. Das wird jetzt aber in Angriff genommen.»

Nach der Wahl zwei neuer Gemeinderäte am 20. Oktober trat der Rat erstmals wieder vollzählig (sieben Mitglieder) an.