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In Obwalden öffnet erste Lidl-Filiale ihre Tore

Lidl gibt es jetzt auch in Sarnen. Der deutsche Discounter fürchtet die Konkurrenz anderer Grossverteiler nicht. Lokale Produkte sind nicht vorgesehen.
Franziska Herger
Regionalleiter Sven Joller und Filialleiterin Susanne Schiller hinter einer Auslage im neuen Lidl. (Bild: Corinne Glanzmann (Sarnen, 28. August 2018))

Regionalleiter Sven Joller und Filialleiterin Susanne Schiller hinter einer Auslage im neuen Lidl. (Bild: Corinne Glanzmann (Sarnen, 28. August 2018))

Sarnen ist um eine Einkaufsmöglichkeit gewachsen. Am Donnerstagmorgen um 7.30 Uhr eröffnet an der Pilatusstrasse 14 die erste Lidl-Filiale des Kantons. Auf 1150 Quadratmetern bietet sich Kunden ein Sortiment von rund 1800 Produkten. Lidl Schweiz hat 2,5 Millionen Franken in den Innenausbau in der Überbauung Untere Allmend investiert. «85 Prozent der Arbeiten haben wir lokal vergeben», betont Marco Pfister, Leiter Immobilien bei Lidl Schweiz. Und er betont: «50 Prozent unseres Umsatzes machen wir mit Schweizer Produkten.»

Vertraut man einer nicht repräsentativen Umfrage von Passanten in Sarnen, scheint diese Nachricht bei potenziellen Obwaldner Kunden noch nicht ganz angekommen zu sein. Karl Kathriner aus Sarnen etwa will loyal zu den einheimischen Grossverteilern bleiben. «Der Preis alleine ist für mich nicht ausschlaggebend.» Migros habe etwa das Kulturprozent, das sei ihm wichtig. «Ich gehe mir das sicher einmal anschauen», sagt Anna Vogler, ebenfalls aus Sarnen. Die Präsentation der Waren finde sie bei Migros und Coop schöner. «Zum Teil hat Lidl aber gute Preise.» Violeta Ettlin aus Kerns ist kein Fan von Discountern, wie sie sagt. «Als Bäuerin versuche ich, möglichst einheimische Produkte zu kaufen. Zudem haben wir schon genug Läden, es gibt ja auch schon einen Aldi, und der nächste Lidl ist in Stans.»

Das sehen laut Mathias Kaufmann, Mediensprecher von Lidl Schweiz, nicht alle so: «Auf Social Media hatten wir viele Reaktionen von Leuten, die sich gefreut haben, jetzt nicht mehr nach Stans einkaufen gehen zu müssen.» Die Konkurrenz von Migros, Coop und Aldi in unmittelbarer Nähe fürchte man nicht.

Degustationen und Glücksrad zur Eröffnung

Es ist die 123. Lidl-Filiale, seit der deutsche Discounter 2009 in die Schweiz kam. «Der Standort hier in Sarnen ist ideal, auch wegen der Nähe zum Bahnhof», sagt Kaufmann. Für Kunden stehen 46 Parkplätze zur Verfügung. Am ersten Tag werden sie unter anderem mit Degustationen, einem Glücksrad und einem Kaffee- und Wurststand begrüsst. Lidl gibt sich grosse Mühe, den Obwaldnern den neuen Discounter nahezulegen. Marco Pfister spricht von Nachhaltigkeit, der Reduktion von CO2 in der Logistik, einer neuen Partnerschaft mit dem WWF. Und: Die 20 bis 25 Mitarbeiter in Sarnen hätten gute Arbeitsbedingungen. «Wir haben den höchsten Gesamtarbeitsvertrags-Mindestlohn». Für gelernte Mitarbeitende beträgt dieser rund 4350 Franken.

Auf die Frage, wie die Preise tief gehalten werden, hat Regionalleiter Sven Joller eine Antwort: «Wir bestellen das, was wir aus täglicher Erfahrung brauchen. Das führt zu weniger übrig gebliebenen Waren und einer geringen Lagerbewirtschaftung. Mathias Kaufmann nennt Effizienz als Hauptgrund. «Unsere Lastwagen fahren nie leer. Sie bringen täglich frische Ware, und nehmen auf dem Rückweg Kartonverpackungen mit», so ein Beispiel.

Produkte aus Obwalden sind im neuen Lidl nicht vorgesehen. Kleine lokale Hersteller könnten sich indes bei der Aktion «Klein aber fein» bewerben und ihre Spezialitäten mit Glück bald für kurze Zeit in allen Filialen sehen.

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