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Ist in Kerns doch nicht «alles beschtens gregled»?

Die Kernser Spielleute ernteten bei der Premiere ihres neuen Stücks viel Applaus und Gelächter. Durch Missverständnisse und eigenmächtige Pläne entsteht ein lustiges Durcheinander, welches das Publikum begeisterte.
Nadja Häcki
Das Publikum liebte am diesjährigen Stück die vielen lustigen Figuren. (Bild: Izedin Arnautovic (Kerns, 10. März 2019))

Das Publikum liebte am diesjährigen Stück die vielen lustigen Figuren. (Bild: Izedin Arnautovic (Kerns, 10. März 2019))

Der vollbesetzte Singsaal in Kerns war am Samstagabend bei der Premiere der Kernser Spielleute von Anfang an gefüllt mit Gelächter und spontanem Applaus. Der diesjährige Schwank in drei Akten «Alles beschtens gregled» von Bernd Gombold unterhält das Publikum mit vielen Klischees und Gegenteilen wie Stadt – Land, arm – reich, dreckig – sauber. Vor allem werden auch die Unterschiede zwischen Frau und Mann auf amüsante Weise auf die Spitze getrieben.

Eine der Hauptfiguren ist die Jungbäuerin Rosi (Karin Röthlin), die seit dem plötzlichen Tod ihres Mannes nun alleine den Hof in Schuss halten muss. Um noch etwas dazu zu verdienen, möchte sie die neu renovierten Zimmer im oberen Stock des Hauses für Feriengäste bereitstellen. Die unzimperliche und energievolle junge Frau kann sich aber bei diesen Plänen ganz und gar nicht auf ihren Schwiegervater Anton (Fredi Britschgi) verlassen. Anstatt ihr zu helfen, sieht dieser sich nämlich als Opfer, fühlt sich entmündigt und will sicher keine Fremden bei sich im Haus. Ohne Rosi zu informieren, schmiedet er einen eigenen Plan und sucht kurzerhand per Inserat einen Heiratskandidaten für Rosi. Dieser soll kräftig sein, anpacken und finanziell aushelfen können. Ob er wohl den idealen Lebenspartner für Rosi findet?

Viel Besuch auf dem Bauernhof

Im Laufe des Stücks kommt auch immer wieder Besuch auf den Hof: Klara (Bernadette Küchler), die Mutter von Rosi, hilft der Tochter im Haushalt und gerät immer wieder an Anton, der von ihrem «Putzfimmel» nicht viel hält. Auch die neugierige Nachbarin Hermine (Regula Ettlin) schleicht von Zeit zu Zeit ums Haus und die junge Briefträgerin Lisa (Corinne Ettlin) verspätet sich regelmässig. Als dann plötzlich der Wanderer Meinrad (Silvan Ettlin), der Schriftsteller Philipp (Peter von Rotz) und der unbeholfene Junggeselle Gustav (Sepp Durrer) auf dem Hof auftauchen, führen die vielen Missverständnisse und Vorurteile zu einem amüsanten Durcheinander.

«Nächstes Jahr gerne wieder»

Dieses Jahr führte Marco Herger zum ersten Mal Regie. Er hatte in den letzten Jahren als Schauspieler mitgewirkt und seit letztem Jahr hat er die Produktionsleitung unter sich. «Es hat viel Spass gemacht zu sehen, wie das Stück von Nichts bis zur jetzigen Premiere entsteht», erzählte Marco Herger in der Pause. Er würde die Regie auch nächstes Jahr gerne wieder übernehmen. Die Schauspieler hatten am Ende auch nur lobende Worte für Herger: Bernadette Küchler lobte im Namen der Gruppe vor allem die gute Stimmung, die sie beim Proben und Vorbereiten im letzten halben Jahr gehabt hätten.

Lustige und gut gespielte Figuren

Das Publikum schätzte dieses Jahr die vielen lustigen Figuren. Sei es der Schwiegervater Anton, den Fredi Britschgi wieder einmal gekonnt mit seiner lebhaften Mimik verkörpert. Oder die resolute und starke Rosi, überzeugend und glaubhaft gespielt durch Karin Röthlin. Aber auch andere Figuren fanden viel Anklang: «Uns hat vor allem die Nachbarin Hermine gefallen», erzählte René von Rotz aus Kerns schmunzelnd, «aber auch die anderen Figuren sind wieder sehr lustig und haben uns zum Lachen gebracht.» Er und seine Frau Claudia kommen schon seit vielen Jahren in die Aufführungen der Kernser Spielleute. Und da sind sie nicht die einzigen. Viele im Publikum schwärmten nach dem Stück von dem lustigen Abend, den sie gerne alle Jahre wieder mit Familie und Freunden erleben, dass sie sich immer extra für diesen Abend in Kerns zusammenfinden und dass es einfach jedes Jahr dazugehöre. Viele trafen sich nach dem Stück noch im Theaterbeizli, wo es auch dieses Jahr vor und nach den Aufführungen Essen und Getränke gibt, oder im gemütlichen Barwagen zu einem Schlummertrunk.

Elf weitere Vorführungen: Freitag, 22. März, Samstag, 23. März, Freitag, 29. März, Samstag 30. März, Sonntag 31. März, Mittwoch 3. April, Freitag, 5. April, Samstag, 6. April, Sonntag 7. April, Freitag, 12. April, Samstag, 13. April. Im Singsaal Kerns. Tickets: Reservation online auf www.theaterkerns.ch oder telefonisch: 079 922 05 63. Tickets auch an der Abendkasse.

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