Jagd auf mobile Köche

«Fliegende Köche» begleiten indische Reisegruppen quer durch Europa. Im Flüeli ging eine mobile Küche in Flammen auf – mit rechtlichen Folgen.

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Ausgebranntes Cateringauto in Flüeli-Ranft: Einzig die würzigen Zutaten haben das Feuer überstanden. (Bild: Josef Reinhard/Neue OZ)

Ausgebranntes Cateringauto in Flüeli-Ranft: Einzig die würzigen Zutaten haben das Feuer überstanden. (Bild: Josef Reinhard/Neue OZ)

«Es ist schade, dass es so weit kommen musste», kommentiert Maja Sosic, Leiterin Personal und Administration der Gourmindia Services GmbH, den Wagenbrand. Zur Herkunft des Gefährts meint die Branchenkennerin: «Oft kommen die Anbieter aus den Beneluxländern, seit kurzem auch aus Polen und Tschechien.»

Ein Koch aus Indien, der für einen solchen Anbieter arbeite, verdiene nur wenige Euro im Monat, erzählt sie weiter: «Als Schweizer Unternehmen müssen wir nicht nur den strengen Hygiene- und Sicherheitsnormen genügen, wir zahlen auch anständige Löhne», bekräftigt die Personalleiterin von Gourmindia.

Aufgrund dieser Geschäftspraxis sei die ausländische Konkurrenz in der Lage, ihre Dienste zu Dumpingpreisen anzubieten.

An einer Verbesserung ist auch das Migrationsamt Obwalden interessiert: «Das Catering muss sauber laufen. Schliesslich sollen die Gäste einen guten Service geniessen», meint Abteilungsleiter Josef Gasser. Seit Jahresbeginn habe man die rechtlichen Grundlagen, um Einfluss zu nehmen: «Die ‹fliegenden Köche› unterliegen neu einer Bewilligungspflicht durch den Bund. Zuvor brauchten sie bloss ein Touristenvisum.» Wer seine Dienste ohne Bewilligung anbiete, müsse mit einer Anzeige rechnen.

Christoph Riebli/ks

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.