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Spezialauto erfasst Obwalden in 360-Grad-Bildern

Fachleute können direkt vom Bürotisch aus den Strassenraum vermessen – möglich machen das Daten, die momentan von einem Messfahrzeug auf Obwaldner Strassen aufgenommen werden.
Philipp Unterschütz
Ein spezielles Messfahrzeug ist derzeit auf den Obwaldner Strassen unterwegs. (Bild: PD)

Ein spezielles Messfahrzeug ist derzeit auf den Obwaldner Strassen unterwegs. (Bild: PD)

Ein spezielles Messfahrzeug ist seit dieser Woche bis Ende Monat – sofern das Wetter mitspielt – auf den Kantonsstrassen sowie auf ausgewählten Strassen in den Gemeinden Sarnen, Giswil, Alpnach und Engelberg unterwegs. Auffallen dürfte es wegen den Kameras und Sensoren auf dem Dach (siehe Ausgabe von gestern). Ansonsten wird sich das Fahrzeug tempomässig dem normalen Verkehr anpassen. Unterwegs ist es im Auftrag des Kantons und der Gemeinden.

«Mit diesem Mobilemapping machen wir vom Strassenraum spezielle 360- Grad-Bilder – ähnlich wie man sie von Google Street View her kennt, aber mit zusätzlichen Sensoren wie beispielsweise Laser-Scanner oder speziell ausgerichteten Kameras», verrät Projektleiter Marco Dellenbach von der Firma GIS Daten AG, die das Projekt umsetzt. «Die aufgezeichneten Bilder und Lageinformationen werden zu 3D-Bilddaten verarbeitet. Über eine Webanwendung können auf einfachen Klick präzise Koordinaten abgegriffen oder Distanzen und Flächen gemessen werden.» Weil jeder Pixel in den neuen Bildern eigene 3D-Koordinaten hat, können bestehende Geo-Informationen darin abgebildet werden. Es könnten also beispielsweise Leitungsnetze oder Parzellengrenzen im Bild eingeblendet werden. Bei Bedarf können die Bilddaten mit neuen Messfahrten punktuell aktualisiert werden.

Datenschutz ist gewährleistet

Die GIS Daten AG stellt die Publikation und die Integration der neuen Daten in die bestehenden Systeme sicher. «Kanton und Gemeinden haben die Strassen ausgewählt, die aufgenommen werden. Wir koordinieren, dass die Messfahrten gebündelt ablaufen, machen die technische Unterstützung und stellen sicher, dass der Zugriff und die Kombination mit bestehenden Geo-Informationen optimal gewährleistet sind», erklärt Marco Dellenbach. Berücksichtigt wird bei den Bildern auch der Datenschutz. Personen und Fahrzeugnummern werden in einem automatischen Prozess unkenntlich gemacht.

«Die Bilder gehören dem Kanton und den Gemeinden. Diese bestimmen auch die Zugriffsberechtigung», betont der Projektleiter. «Der Zugriff auf das Informationsmaterial ist nur mit Authentifizierung und entsprechendem Passwortschutz vorgesehen.» Solche Messfahrten wurden in Obwalden bislang nur punktuell und projektbezogen durchgeführt. Die Erfahrungen seien durchwegs positiv und das System etabliert. Es werde heute auch in anderen Kantonen sehr viel mit solchen Bilddaten gearbeitet, sagt Marco Dellenbach. Auch in Nidwalden wurde das System vorgestellt, dort wird es aber vorderhand erst von der Zentralbahn und auf der Autobahn eingesetzt.

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