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Jeder Sarner hat 700 Franken Vermögen

Trotz der erwartet hohen Beiträge in den kantonalen Finanzausgleich rechnet die Gemeinde mit einem Ertragsüberschuss von 449'600 Franken. Doch nicht nur übers Budget wird am 25. November abgestimmt.
Romano Cuonz
Die Sarner Gemeinderäte Beat Odermatt (Finanzen, links) und Cleo Bracale (Bildung und Kultur). (Bild: Romano Cuonz (Sarnen, 24. Oktober 2018))

Die Sarner Gemeinderäte Beat Odermatt (Finanzen, links) und Cleo Bracale (Bildung und Kultur). (Bild: Romano Cuonz (Sarnen, 24. Oktober 2018))

Sarner haben gute Gründe, das Budget 2019 am 25. November an der Urne anzunehmen. Trotz immer grösserer Belastungen sieht es bei einem Aufwand von 63,7 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von 449'000 Franken vor. Von einer drohenden Steuererhöhung ist denn vorderhand genauso wenig die Rede wie von einer allfälligen Senkung. «Mit unserem Steuerfuss von 4,06 Einheiten sind wir attraktiv und attraktiv wollen wir auch in den nächsten Jahren weiter bleiben», versprach Finanzchef Beat Odermatt an der Parteien- und Medienorientierung vom Mittwoch. Sarnen hat allen Grund, in dieser Hinsicht zuversichtlich zu bleiben. Dafür sprechen einige Zahlen, die Odermatt vorlegte: So budgetiert die Gemeinde beim Eingang von Steuergeldern für 2019 einen Zuwachs von 2,5 Millionen Franken.

Sarnen werde Ausgaben verkraften

«Unsere intensive Budgetdiskussion im Rat und mit der gemeindlichen Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission richtet sich vor allem darauf aus, dass wir künftige stärkere Belastungen ohne Steuererhöhung verkraften können», betonte auch Gemeindepräsident Jürg Berlinger. Der Sarner Beitrag in den kantonalen Finanzausgleich betrug vor einem Jahr noch 2,2 Millionen Franken. Auf 2019 ist er um rund 900000 Franken höher prognostiziert. Was aber auf die finanzstarken Gemeinden (Sarnen und Engelberg) in den nächsten vier bis sechs Jahren zukomme, sei noch mit vielen Unsicherheiten behaftet. Gewiss sei jedenfalls, dass sich der Kanton im innerkantonalen Finanzausgleich sukzessive zurückziehen werde. «Wir glauben aber, dass wir den Herausforderungen, die auf uns zu kommen, durchaus gewachsen sind», bilanzierte Berlinger. «Vor 2015 hatten wir noch eine hohe Pro-Kopf-Verschuldung von bis zu 2500 Franken. Heute besitzt bei uns jeder Einwohner samt Kindern ein Nettovermögen pro Kopf von 700 Franken», freute sich Finanzchef Beat Odermatt.

Man dürfe deswegen zwar keine Euphorie aufkommen lassen, warnte er, man sei jedoch mit einem Selbstfinanzierungsgrad von 276 Prozent gewappnet, auch für kommende hohe Investitionen. Ins Gewicht fallen werden da der Hochwasserschutz und anfallende Wasserreservoirs. Dazu kommen ein Trottoir auf der Schwanderstrasse und die Wiler Dorfplatzgestaltung.

Gewappnet für hohe Investitionen

Noch nicht detailliert befasste sich der Rat mit der Planung für den Umbau des Gemeindehauses. «Da gilt es erst abzuwarten, wann und zu welchen Bedingungen das Provisorium der Obwaldner Kantonalbank frei wird», sagte Gemeindepräsident Jürg Berlinger auf eine Parteienanfrage. Christoph von Rotz (SVP) wollte vor allem die Ausgaben für das Bildungswesen im Vergleich mit den anderen Gemeinden analysiert haben. Berlinger dazu: «Ein direkter Vergleich ist schwierig, wir können aber feststellen, dass sich der Aufwand fürs Sarner Bildungswesen im Budget 2019 in einem höchst erträglichen Rahmen entwickelt.» Alles in allem werden im Budget 2019 beim Nettoaufwand für Bildungswesen, Kultur, Soziales und Gesundheit insgesamt rund 29 Millionen Franken ausgewiesen.


Kindergarten neu auch zwei Jahre?

Der Gemeinde Sarnen mit insgesamt rund 900 Schulkindern fehlt im Bildungswesen noch ein Angebot: Das freiwillige zweite Kindergartenjahr. An einem solchen sind, gemäss einer Umfrage, rund 75 Prozent aller betroffenen Eltern interessiert. Als eine der letzten Gemeinden landesweit lässt denn Sarnen am 25. November die Einwohner an der Urne über dieses auch im Lehrplan 21 vorgesehene Angebot abstimmen. «Unsere Vorlage ist ausgewogen, gut kalkuliert und in den zur Verfügung stehenden Gebäuden ohne Luxus machbar», sagte der für Bildung, Kultur und Sport verantwortliche Gemeinderat Cleo Bracale.

Die Kosten im ersten Betriebsjahr belaufen sich auf 701'000 Franken. Die jährlich wiederkehrenden Kosten (vor allem für Lehrpersonenlöhne) betragen 480'000 Franken. In Sarnen werden drei Kindergärten im Erd- und Dachgeschoss des Schulhauses 1 eingerichtet. In Kägiswil, Stalden und Wilen entstehen jeweils neue Räume. Sagt das Stimmvolk am 25. November Ja, geht es Schlag auf Schlag. «Binnen dreier Monate werden die Lehrkräfte und die Infrastruktur bereitstehen», verspricht Bracale. (cuo)

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