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Alpnacher Jodlerfreuden zum Muttertag

Regionale Naturjuize standen am Alpnacher Jodlerkonzert hoch im Kurs. Hansruedi Niederbergers «Schäfer-Juiz» erlebte die Uraufführung.
Otmar Näpflin
Am Alpnacher Jodlerkonzert wird Tradition grossgeschrieben.Bild: Otmar Näpflin (Kägiswil, 11. Mai 2019)

Am Alpnacher Jodlerkonzert wird Tradition grossgeschrieben.Bild: Otmar Näpflin (Kägiswil, 11. Mai 2019)

Die Alpnacher Jodler hatten am Samstagabend in der Mehrzweckhalle Kägiswil allen Grund, um glücklich und zufrieden zu sein. Sie rollten für das Muttertags-Jodlerkonzert und die 650 Konzertbesucher, Mütter inbegriffen, den roten Teppich aus und verschafften ihnen damit eine Stätte des sich Wohlfühlens und der Unbeschwertheit. Nach dem «Iwi-Juiz», im Gesamtchor vorgetragen, eröffnete der Gastgeber den Vortragsreigen und gefiel mit «Jahr y, Jahr uis». Auffallend war dabei, dass die Bühnendekoration auf diese Komposition abgestimmt war, der die vier Jahreszeiten zu Grunde liegen.

Sehr gehörfällig hörte sich im Anschluss der «Chüematti-Juiz» an. Aus «Chum mit mier» (Ueli Moor) spricht die Einladung zur Pflege von Gemeinsamkeiten und dem Wunsch, dies noch öfters erleben zu dürfen. Im Gedenken an die vor 20 Jahren verstorbene Berner Jodlerlegende Adolf Stähli sang die Alpnacher Jodlerschar gepflegt «My schöni Heimat». Und mit Adrian Ettlins Naturjuiz «dr Wägbegleiter» gab sie wohlklingende Töne auf den Nachhauseweg mit.

Ein Juiz für Schafzüchter

Mit Hansruedi Niederberger rückte kein unbekannter Komponist ins Rampenlicht. Der ehemalige Polizeibeamte und langjährige Alpnacher Jodler ist passionierter Alphornbläser und ein ausgesprochener Naturmensch. Inspirierend für seinen achten Juiz war die Gegend vom Laubersgrat im Titlisgebiet. Diese Neuschöpfung ist eine Widmung an Ruedi Wolf und Erich Hess, die bekennende «Schäfeler» sind und dort ihre Tiere sömmern. Das stimmige Werk erklang erstmals durch den Jodlerklub Alpnach, wusste zu gefallen und rief nach einer Zugabe.

Das gleichnamige Chörli aus dem Weiler der Gemeinde Ebnat-Kappel durfte Obwaldner Gastrecht geniessen. Der beliebten Formation gehören 4 Frauen und 17 Männer an, die den unverfälschten Toggenburger Naturjodel pflegt. Ihrem Bekanntheitsgrad machten die Jodler alle Ehre und glänzten mit etlichen Wiedergaben dieser überlieferten Melodien, wo der typische «Hüsliberger» Chorklang auszumachen war.

Den Erwartungen gerecht worden

Bekannte Grössen in Jodlerkreisen sind auch die Wäflers aus Scharnachtal. Die gesangliche Vielseitigkeit unterstrichen sie in ihren Besetzungen im Duett, als Terzett und Quartett. Den Erwartungen wurden sie vollauf gerecht. Fritz Moser steuerte die musikalische Begleitung bei. Mit der Ansage durch die Kinder von Vorjodlerin Agi Allamand, Mia (13) und Luis (10), gelang den Alpnacher Jodlern ein Glücksgriff. Begeisternd, wie sich der kecke Bub und seine Schwester nach Texten von Silvia Windlin in Szene setzten. Das Ländlertrio Britschgi Stalden sorgte für musikalische Einlagen und spielte zum Tanz auf.

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