Jodlergruppe Schlierätal tritt in ausgebuchter Halle auf

Der Jodlerklub Alpenrösli Einsiedeln hat heuer beim Konzert der Jodlergruppe Schlierätal gastiert.

Karl Graf
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Die Jodlergruppe Schlierätal bei ihrem Auftritt.

Die Jodlergruppe Schlierätal bei ihrem Auftritt.

Bild: Karl Graf (Kägiswil, 29. Februar 2020)

Das Konzert der Jodlergruppe Schlierätal in der Mehrzweckhalle in Kägiswil war, auch dank des Onlinereservationssystems, schon zwei Tage vor der Aufführung am Samstag ausgebucht. Am Freitag kam Hektik auf, nachdem der Bundesrat wegen des Corona-Virus strengere Sicherheitsbestimmungen beschlossen hatte. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt des Kantons Obwalden, durfte der Anlass jedoch durchgeführt werden.

Jodler Marcel Kiser führte durch den Abend, der durch das Giswiler Ländlertrio Echo vom Loiwital und anschliessend von den Schlierätaler selbst, eröffnet wurde. Als erster Vortrag wurden der «Sunnsyte-Juiz», komponiert vom einheimischen Franz Wallimann, und anschliessend das Lied «Bärgarve», von Hans W. Schneller vorgetragen.

Jodelduett singt «huerä schön»

Als Gastklub wurde der Jodlerklub Alpenrösli Einsiedeln vorgestellt. Dieser wurde 1926 gegründet und ist der älteste Jodlerklub des Kantons Schwyz. Da Dirigentin Marlen Betschart 2013 bei den Schlierätaler ihr Dirigentenpraktikum absolviert hatte, war es klar, dass die Einsiedler die Einladung nach Kägiswil gerne annahmen. In Hirthemden und Holzschuhen traten sie unter anderem mit Schwyzer Naturjodeln wie «Dr Muotitaler» und «Dr Mälcher» auf und bereiteten dem Publikum damit Freude.

Die beiden Frauen des Jodelduetts Margrit Spichtig-Hofer und Simone Aufdermauer-Küng braucht man in Obwalden nicht lange vorzustellen. Begleitet wurden sie an der Handorgel von Bepp von Flüe. Mit Vorliebe singen sie Juiz und Stücke von Obwaldner Komponisten und an diesem Abend auch zwei Eigenkompositionen von Margrit Spichtig-Hofer. Bis zu hinterst im Saal waren die klaren und kräftigen Stimmen der beiden Jodlerinnen zu hören. So wusste der «Alphorn-Juiz» von Gerhard Britschgi so gut zu gefallen, dass ein Zuschauer spontan meinte «huerä schön».

Bei der Zugabe wurde das Publikum mit einem Jodel überrascht, den Simone Aufdermauer mit der Panflöte begleitete. Vier junge Burschen aus Giswil, die gerne Musik machen, so kündigte Marcel Kiser das Echo vom Arni an. Und tatsächlich spielten Remo Zumstein, Handorgel, Jan Halter und Jonas Kiser, Schwyzerörgeli, begleitet von Beni Burch am Bass, frisch und unbekümmert auf. Ihr vielseitiges Repertoire wusste zu überzeugen und auch bei ihren Auftritten war es im Saal, zur Freude der Musikanten und Zuhörer, absolut ruhig.

Ein gelungenes Konzert, so das Fazit der Delegationen befreundeter Jodelchöre. Mit dem Dank an die Jodler, Musiker und Zuhörer und vor allem an Dirigent Thomas Wieland beendete Präsident Roger Rohrer den Abend und die Jodler mit der Zugabe Bärg-Juiz von Julius Stockmann. Mit diesem Vortrag holten die Schlierätaler letztes Jahr am Zentralschweizerischen Jodlerfest in Horw die Bestnote.