Jodlerklub Giswil landet einen Volltreffer

Der Jodlerklub Giswil hat am Samstag die Jahreskonzert-Premiere unter dem Motto «Petri Heil» durchgeführt.

Otmar Näpflin
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Der Jodlerklub Giswil war für gefreute Momente zuständig.

Der Jodlerklub Giswil war für gefreute Momente zuständig.

Traditionen pflegen und erhalten ist eines der obersten Gebote des am oberen Ende des Sarnersees beheimateten Jodlerklubs Giswil. Jahr für Jahr werden neue Ideen, die das Publikum interessieren und zum Konzertbesuch animieren, ausgelotet und umgesetzt.

Nun hat die Gruppe erneut einen Volltreffer gelandet, weil im Jahreskonzert echte Giswiler Jodlertrümpfe, die dem Thema Fischerei gewidmet sind, ausgespielt werden. Da tut sich einiges auf der Kulturbühne. Gesang und Musik kommen bestechend sicher daher, das Besondere daran aber sind die vortrefflichen Sketches, die meisterhaft dargestellt werden.

Verbundenheit mit Verstorbenen unterstrichen

Mit genannter Komposition von Edi Gasser und dem «Chälä-Juiz» (Riodi Rymann) vollzogen die Gastgeber am vergangenen Samstagabend in Giswil einen brillanten Konzertauftakt. Eine Art Rückbesinnung liess sich auch aus «I dänk chli nah» (Ueli Moor) entnehmen. Und mit dem «Weidli-Juiz» unterstrich die Jodlerschar ihre Verbundenheit mit verstorbenen Klubmitgliedern, allen voran das Ehepaar Berchtold und Jost Küchler. Ob «luschtigi Buebe» des Angelns mächtig waren, konnte selbst Robert Fellmann nicht gänzlich klären. Sicher aber ist, dass Peter Ming einer dieser Sorte war, sonst würde es den «Bandtössli-Juiz» nicht geben.

«Dr Bärgbach» aus Ernst Sommers Notenmappe bedarf keines weiteren Kommentars, die Giswiler wissen um die Gefährlichkeit ihrer «Laui». Versöhnliche Töne machen den «Älggijuiz» aus, mit dem die Giswiler Jodler, mit Neumitglied Markus Zurgilgen, ihren musikalischen Hörgenuss ausklingen liessen. Der legendäre «Gemsjäger» und weitere Zugaben rundeten das unterhaltsame Jahreskonzert ab.

Starke Alphorn- und Büchelbläser

Es ist augenfällig, dass Töne von Alphorn und Büchel an Jodlerkonzerten wenig oder gar nicht gefragt sind. Eigentlich schade, wenn man um das Können dieser Bläser weiss. Was das Sachsler Alphorntrio «Astelhorn» mit Lukas von Moos, Patrick Rohrer und Philipp Staub darbot, war hohe Schule und rechtfertigt das Engagement dieser Formation. Mit diesem Entscheid hat sich der Jodlerklub Giswil ein Kompliment verdient. Neben dem bewährten Terzett – Dahinden, Burri, Enz – beeindruckten Tamara Riebli und Mathias Burch erstmals als Duett.

Nicht wegzudenken ist die Giswiler Jodlermuisig. Wer so, wie Giswil konzertiert, ist auf alle verfügbaren Kräfte angewiesen. Von unschätzbarem Wert sind aber auch zusätzliche Efforts, damit alles klappt. Ein Sonderapplaus gebührt Armin Riebli, der als Drehbuchautor und Regisseur fungiert. Die witzigen und pointierten Dialoge aus seiner Feder sind den beiden Hauptdarstellern Peter Rymann und Mathias Burch, alias Jochi, auf den Leib geschrieben. Sie avancierten am Samstag zu den Publikumslieblingen.

Weitere Konzerte finden am 15. und 16. November jeweils um 20 Uhr in der Turnhalle 1 in Giswil statt. Gastrecht geniesst das Alphornquartett Imlig aus Goldau. Eintritt: 15 Franken.