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Junge Musiker aus Ob- und Nidwalden üben Uraufführung ein

90 jugendliche Musiker proben während einer Woche in Engelberg. Am Wochenende gibt das Orchester zwei Konzerte.
Kurt Liembd
Dirigent Beat Blättler sagt: «Die sind alle top motiviert.»Bild: Kurt Liembd (Engelberg, 8. Oktober 2019)

Dirigent Beat Blättler sagt: «Die sind alle top motiviert.»Bild: Kurt Liembd (Engelberg, 8. Oktober 2019)

Das Jugendblasorchester Unterwalden (JBO UW) darf ein kleines Jubiläum feiern. Nach 2010, 2013, 2015, 2017 findet in diesen Herbstferien bereits das fünfte Projekt statt. Die 90 jugendlichen Spieler, alle aus Ob- und Nidwalden, sind zwischen 12 und 25 Jahre alt. Noch bis Samstag proben sie intensiv die ganze Woche im Klosterdorf. Auch wenn sie im komfortablen «H+Hotel» logieren (ehemals Ramada Regina), sei es kein Ferienlager, sondern eine strenge Arbeitswoche, sagt Gesamtleiterin Olivia Rava. «Wir haben wie gewohnt ein klares Ziel vor Augen.» Dieses besteht aus zwei Konzerten sowie einer CD-Produktion. Und das alles diese Woche. Geprobt wird täglich rund sieben bis acht Stunden sowohl in Register- wie Gesamtproben. Geleitet werden die Registerproben von neun professionellen Musikern und Musiklehrern.

Ein eingespieltes Dream-Team

Dirigent des 90-köpfigen Blasorchesters ist der Obwaldner Vollblutmusiker Beat Blättler (61) – dies bereits zum fünften Mal. Er und Rava sind ein eingespieltes Team, welches das Orchester zu Bestleistungen führt. Unterstützt werden sie im Hintergrund von Ravas Ehemann Hugo Amrein, der die Finanzen im Lot hält und auch Administratives erledigt. Zur Stimmung sagt Dirigent Beat Blättler: «Es herrscht eine sensationelle Disziplin und die alle sind topmotiviert.» Dies bestätigt und freut auch Gesamtleiterin Olivia Rava, ebenfalls ausgebildete Musikerin und Dirigentin und während der Probewoche «die gute Seele im Hintergrund». Im Gespräch wird auch ihre pädagogische Seite spürbar, wenn sie sagt: «Gemeinsames Musizieren kann helfen, Sensibilität, Verantwortungsgefühl und Toleranz zu stärken.» Mit Musik könne man verschiedene Gefühle erleben und ausleben wie Aggressivität, Bedrohung, Angst, Nervosität, Hektik – aber auch Zärtlichkeit und Ruhe.

All dies kann man live am Wochenende erleben mit einem Programm für Jung und Alt. Mit dem Werk «Visionen» des Schweizer Komponisten Thomas Trachsel steht gar eine Uraufführung auf dem Programm. Ein weiteres Highlight ist der weltbekannte Walzer Nr. 2 von Dmitri Schostakowitsch, für einmal gespielt alleine vom tiefen Blech. Für Begeisterung sorgen wird auch das Werk «Nosferatu» über einen Urvampir, geschrieben vom erst 42-jährigen Komponisten Mario Bürki. Ermöglicht wurde das Projekt wiederum dank namhaften Sponsoren – immerhin beträgt das Budget rund 90 000 Franken.

Konzerte morgen Freitag in Hergiswil (Aula Grossmatt) und am Samstag in Sarnen (Aula Cher), je 19.30 Uhr. Eintritt frei, Türkollekte. Mehr Infos

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