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Juso wollten eine Gegendemo veranstalten

Der Verein Marsch fürs Läbe, der Schwangerschaftsabbrüche ablehnt, organisiert am Samstag in Flüeli-Ranft einen Gebetsmarsch. Die Juso Obwalden wollte einen Gegenkundgebung durchführen, erhielt aber keine Bewilligung.
Matthias Piazza
Abtreibungsgegner treffen sich in Flüeli-Ranft. (Bild: Adrian Venetz)

Abtreibungsgegner treffen sich in Flüeli-Ranft. (Bild: Adrian Venetz)

Zwischen 200 und 300 Teilnehmer erwarten die Veranstalter morgen an ihrem Anlass «Bäte fürs Läbe», der im Mehrzweckgebäude Flüematte in Flüeli-Ranft um 12 Uhr mit Liedern, Input und Anbetung startet, gefolgt von einem stillen Gebetsmarsch in den Ranft. Der Verein «Marsch fürs Läbe», der Schwangerschaftsabbrüche und Sterbehilfe ablehnt, rechnet nicht mit irgendwelchen Problemen. «Diese kleine Veranstaltung ist keine Kundgebung mit Transparenten, wie am 17. September in Bern», sagt Mediensprecherin Beatrice Gall.

Dennoch hatten Sachseln und Kerns am Bettag des vergangenen Jahres die Gebetsveranstaltung nicht bewilligt, mit der Begründung, dass während des Jubiläumsjahres von Bruder Klaus bereits mit einem grossen Besucheraufkommen in Flüeli-Ranft zu rechnen sei. Die Veranstalter beschwerten sich daraufhin bei der Regierung, doch diese stützte den Entscheid der Gemeinden – auch wegen Bedenken, linksautonome Kreise könnten die Veranstaltung stören.

«Begründung ist nicht nachvollziehbar»

«Wir blicken dem Anlass mit einem guten Gefühl entgegen», sagt der Sachsler Gemeindepräsident Peter Rohrer. Gegen eine Bewilligung habe darum diesmal nichts gesprochen, da das Konzept wesentlich angepasst und die Auflagen erfüllt worden seien. Diese beinhalten im Wesentlichen, dass kein Marsch von St. Niklausen nach Flüeli-Ranft stattfindet und die Veranstalter einen Shuttledienst vom Bahnhof Sachseln ins Dorfzentrum Flüeli organisieren. Auch Christoph Fries, Leiter der Kriminalpolizei Obwalden, rechnet derzeit nicht mit Störaktionen oder Gegendemonstrationen, auch wenn solche nie ganz auszuschliessen seien. Details zum polizeilichen Einsatz wollte er aus taktischen Gründen nicht bekannt geben.

Nicht einverstanden mit dem Anlass sind die Juso Obwalden. «Wir wehren uns gegen solche Ansinnen, welche die Freiheit der Frau einschränken», sagt Präsidentin Sarah Omlin. Eine Gegendemonstration bewilligte der Gemeinderat nicht. «Die Begründung, dass Ordnung und Sicherheit gefährdet und unsere Lautsprecherdurchsagen stören würden, können wir nicht nachvollziehen.»

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