KÄGISWIL: Bis 320 Tonnen Heizöl sind ersetzbar

Die Korporation Kägiswil plant ein Holzheizwerk für Schnitzel. Dazu muss eine Teilparzelle in der Allmend umgezont werden.

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Das Holzschnitzel-Heizwerkes soll links neben dem Gebäude auf dem eigenen Grundstück im Dörfli Kägisiwl entstehen. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Das Holzschnitzel-Heizwerkes soll links neben dem Gebäude auf dem eigenen Grundstück im Dörfli Kägisiwl entstehen. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

In verschiedenen Kägiswiler Wohngebäuden und bei der Firma Leister müssen in nächster Zeit die bestehenden Ölfeuerungen ersetzt werden. Dies war für die Korporation Kägiswil Grund genug, die Planung einer eigenen Holzschnitzelfeuerungsanlage mit angeschlossenem Wärmeverbund ins Auge zu fassen. Aus der Idee wurde eine Absichtserklärung und heute haben über 55 Grundeigentümer ihr Interesse am Wärmeverbund angemeldet, wie Korporationspräsident Niklaus Küchler gestern sagte.

Dazu gehören neben Privaten und Gewerbetreibenden die Schulanlagen sowie weitere öffentliche Gebäude im Dörfli. Mit dieser Zahl von Interessenten «ist die Sache für uns wirtschaftlich vertretbar», so Küchler. Durch den Wärmeverbund können bis zu rund 320 Tonnen Heizöl durch den erneuerbaren Energielieferanten Holz ersetzt werden.

Das Holzheizwerk braucht 4200 Quadratmeter Land
Für den Bau einer Holzschnitzelfeuerungsanlage musste ein Standort in der Nähe des Kägiswiler Dorfzentrums gefunden werden. Man hat sich schliesslich für die Parzelle 579 direkt an der Kantonsstrasse Sarnen – Alpnach entschieden. Östlich des geplanten Standortes besteht eine kleine zweigeschossige Wohn- und Gewerbezone, auf der zwei Gebäude stehen. Für die Realisierung des Holzheizwerkes sind 4200 Quadratmeter Land notwendig.

Die benötigte Grundstückfläche muss noch von der Landwirtschaftszone in die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen umgezont werden. Der Antrag dazu wird der ausserordentlichen Einwohnergemeindeversammlung vom 2. Juli vorgelegt. Durch die Einteilung in die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen kann der Einwohnergemeinderat die Nutzungsart festlegen, heisst es in der Botschaft an die Stimmberechtigten. «Damit kann sichergestellt werden, dass auch tatsächlich eine Holzschnitzelfeuerung realisiert wird», so der Gemeinderat.

Für den Betrieb des Holzschnitzel-Heizwerkes müssen voraussichtlich jährlich rund 88 Lastwagen Holzschnitzel angeliefert werden, schreibt der Einwohnergemeinderat Sarnen. Geht alles planmässig weiter, könnte die Anlage schon im Winter 2009/2010 eröffnet werden.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.