KÄGISWIL: Das «Fyyrhuis» macht das Rennen

Die Korporation Kägiswil will vermehrt erneuerbare Energien nutzen. Dazu hat sie einen wichtigen Vorentscheid gefällt.

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Hinter Baukommissionspräsident Edi von Wyl wird das Siegerprojekt «Fyyrhuis» (Modell) gebaut. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Hinter Baukommissionspräsident Edi von Wyl wird das Siegerprojekt «Fyyrhuis» (Modell) gebaut. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Rund 320'000 Liter Heizöl sollen mit einer neuen Holzschnitzelfeuerungsanlage auf der Kägiswiler Allmend an der Brünigstrasse jährlich gespart werden. «Denn der begrenzte Rohstoff Erdöl sollte für wichtigere Dinge als nur zum Heizen eingesetzt werden», ist Korporationsrat Edi von Wyl, Präsident der Baukommission, überzeugt.

Eine Holzkonstruktion macht das Rennen
Anfang Juli hat die Sarner Gemeindeversammlung dem Gesuch der Korporation um die Umzonung einer eigenen Parzelle von rund 4300 Quadratmetern von der Landwirtschaftszone in die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen zugestimmt. Damit war der Weg frei, einen Ideenwettbewerb für ein Projekt auszuschreiben.

Eine achtköpfige Jury unter dem Präsidium von Walter von Wyl-Briner hat am vergangenen Mittwoch aus drei eingereichten Arbeiten das Siegerprojekt erkoren. Gewonnen hat Hans Küchler, Architektur und Gestaltung, Sarnen. Er hat das Rennen mit seinem Projekt «Fyyrhuis» gemacht. Beim geplanten Gebäude dominiert eine naturbelassene Holzkonstruktion. Die Anlage besteht im Wesentlichen aus dem Schnitzellager, dem Silo, der Heizzentrale und einem Büroraum.

Die Höhe des Kreditantrags ist noch offen
Gegenwärtig laufen noch die Verhandlungen mit den künftigen Kunden. «Ich bin aber voll überzeugt, dass der Wärmeverbund zu Stande kommt», sagt Edi von Wyl. Rund 60 mögliche Abnehmer, darunter einige Gewerbe- und Industriebetriebe sowie die öffentlichen Gebäude wie etwa das Schulhaus oder die Mehrzweckhalle sind am Wärmeverbund interessiert.

Der weitere Fahrplan sieht Ende Oktober einen Kreditantrag zuhanden einer ausserordentlichen Korporationsversammlung vor. Wie hoch der verlangte Kredit sein wird, ist derzeit noch offen.  «Unser Ziel ist», so Edi von Wyl, «das Werk im Herbst 2009 in Betrieb nehmen zu können.»

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.