KÄGISWIL: Die Brandruine wird zu Schutt

Im Oktober brannte es, nun wurde das Mehrfamilienhaus in Kägiswil abgerissen. Der Besitzer plant den Bau eines neuen Wohngebäudes.

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Vier Monate nach dem Brand wird das 130-jährige Wohnhaus in Kägiswil nun abgebrochen. (Bild Josef Reinhard)

Vier Monate nach dem Brand wird das 130-jährige Wohnhaus in Kägiswil nun abgebrochen. (Bild Josef Reinhard)

Schutt und Asche: Das bleibt im wahrsten Sinn des Worts vom Holzhaus übrig, das in diesen Tagen in Kägiswil abgerissen wird. Das Mehrfamilienhaus an der Kreuzstrasse war Mitte Oktober bei einem Brand vollständig zerstört worden. Einige Bewohner der sechs Mietwohnungen mussten nachts zusehen, wie ihr Hab und Gut zum Raub der Flammen wurde, und Unterschlupf bei Nachbarn, Bekannten oder Verwandten suchen. Obwohl nur der oberste Stock gebrannt hatte, machten Flammen, Rauch und Löschwasser das Haus unbewohnbar. Den Brand verursacht hatten offenbar Gase, die aus einem kleinen Leck in der Heizinstallation entwichen waren. «Bei so alten Häusern kann das leider passieren», erklärt Besitzer Bruno Durrer aus Sarnen.

Neues Wohnhaus geplant
«Es war schnell klar, dass wir das Haus abreissen müssen», so Durrer. Dass dies erst mehr als vier Monate später geschieht, sei vor allem versicherungstechnischen Fragen zuzuschreiben. «Es ist geplant, dort wieder ein Wohnhaus zu errichten», sagt Bruno Durrer. «Aber wann und wie - das ist noch völlig offen.»

500 Tonnen Abbruchmaterial
Mit dem Abbruch des 130-jährigen Hauses beauftragt ist die Bauunternehmung Berwert AG. «Das ist wirklich keine alltägliche Arbeit», sagt Georg Berwert. Ein solcher Abbruch müsse - entgegen verbreiteter Meinung - sehr sorgfältig geplant werden. Vor allem, um die Strasse und die umliegenden Gebäude nicht in Mitleidenschaft zu ziehen. Weggeräumt werden nun rund 380 Tonnen Steinmaterial, 100 Tonnen Holz sowie 20 Tonnen Sperrmüll und Metall. Das Abbruchmaterial werde wiederverwertet oder fachgerecht entsorgt, so Berwert.

Adrian Venetz / Neue Obwaldner Zeitung