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KÄGISWIL: Höhenflüge und «Absaufer» beschäftigen Segelfluggruppe Obwalden

Wunderschöne Flüge, aber auch «Absaufer» und regelmässige Fronarbeit sind das A und O der Segelflieger. Solche Themen beschäftigte auch die GV der Segelfluggruppe Obwalden.
Robert Hess
Die grösste Überhöhung auf 7018 Metern ü. M. über dem Aletschgletscher schaffte der Obwaldner Segelflugpilot Daniel Baumli, Sachseln (links). Sein Passagier, Daniel Renggli aus Kägiswil, hielt das Ereignis auf einem Selfie fest. (Bild: PD/Daniel Renggli (Wallis, 22. April 2017))

Die grösste Überhöhung auf 7018 Metern ü. M. über dem Aletschgletscher schaffte der Obwaldner Segelflugpilot Daniel Baumli, Sachseln (links). Sein Passagier, Daniel Renggli aus Kägiswil, hielt das Ereignis auf einem Selfie fest. (Bild: PD/Daniel Renggli (Wallis, 22. April 2017))

Robert Hess

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

In den vergangenen Monaten ist die Öffentlichkeit vermehrt über die Revision und die damit verbundene «Lebensverlängerung» von Kampfflugzeugen der Schweizer Luftwaffe informiert worden. Solches gilt nicht nur für die grossen Maschinen, sondern auch für die leichteren Flugzeuge der Hobbypiloten. Auch die Generalversammlung der Segelfluggruppe Obwalden vom Samstag hatte sich im Restaurant Adler in der Nähe des Heimatflugplatzes Kägiswil mit dem Thema zu befassen. Dabei geht es konkret um die anstehende notwendige Revision eines rund 20-jährigen Segelflugzeuges des Typs LS-6 nach einer gesamten Flugzeit von 3000 Stunden. Rund 30'000 Franken soll die Revision kosten.

Pauschale oder Flugminutentarif?

Obmann Peter Steinmann erinnerte an der GV an den Beschluss einer Gruppenversammlung vom 20. Oktober 2017, wonach die Aktivmitglieder in den Jahren 2017 und 2018 eine jährliche Sonderpauschale von 500 Franken zu leisten haben, um diese Revision zu finanzieren.

An der GV vom Samstag präsentierten zwei Mitglieder einen «Gegenvorschlag». Danach soll die Sonderpauschale ab 2019 durch «verursachergerechtere Flugminutentarife zur Deckung künftiger grosser Revisionen von älteren Flugzeugen» abgelöst werden. Der Vorschlag lautete auf 20 Rappen pro Flugminute bis zu drei Stunden Flugzeit. Dieser Beitrag ist losgelöst von der Schleppflugzeug-Minute von derzeit 4.80 Franken.

In der Folge kam es an der GV zu einer längeren Diskussion über die Vor- und Nachteile des Antrages. Entschädigung pro Flugminute sei gerechter als eine einheitliche Pauschale nach dem Motto «Wer viel fliegt, soll mehr bezahlen», wurde argumentiert. Die Entschädigung pro Flugminute führe dazu, dass weniger geflogen werde, und das wolle man nicht, war eine andere Meinung, oder «die Pauschale reizt dazu, diese auszunützen, und so werde mehr geflogen», lautete das Gegenargument.

Schliesslich wurde der Antrag zur Minutenpauschale mit 10 Nein zu 6 Ja bei 5 Enthaltungen abgelehnt. Anschliessend genehmigt die GV klar die Revision der LS-6, welche durch die zweijährige Pauschale vorfinanziert ist. Offen bleibt aber, wie die Revisionen von weiteren vier Flugzeugen in den kommenden elf Jahren finanziert werden.

Wer flog am höchsten, wer am längsten?

Selbstverständlich wurde an der GV nicht nur über Finanzielles beraten, die fliegerischen Leistungen standen nicht zurück. Den gruppeninternen Wettbewerb gewann Guido Müller, den längsten Flug schaffte Thomas Bächler mit 702 Kilometern in acht Stunden, und die grösste Überhöhung von 5269 Metern gelang am 27. April 2017 dem Sachsler Daniel Baumli von 1749 Metern (Ausklinken) auf 7018 Metern über dem Aletschgletscher.

Kurz zur Sprache kam die gegenwärtige Situation Flugplatz Kägiswil. Das sogenannte SIL-Objektblatt sowie die Unterlagen zum Umnutzungsverfahren seien erstellt und könnten nun dem Bundesamt für Zivilluftfahrt zur Prüfung vorgelegt werden, informierte Flugplatzleiter Jost Vogler über den neuesten Stand.

Die Segelfluggruppe Obwalden besteht aus insgesamt 58 Aktivmitgliedern, davon sieben Flugschüler. Dazu kommen zehn Ehrenmitglieder.

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