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KÄGISWIL: Stimmungsvoller Jodlerabend

Naturjuiz, Jodelgesang und Zäuerli: Am Jahreskonzert des Tschiferli-Cheerlis kamen die Besucher in den Genuss abwechslungsreicher Darbietungen. Einzig die angekündigte Uraufführung fiel ins Wasser.
Birgit Scheidegger
Harmonie auf der ganzen Ebene: das Tschiferli-Cheerli bei seinem Jahreskonzert. (Bild: Birgit Scheidegger (Kägiswil, 11. März 2017))

Harmonie auf der ganzen Ebene: das Tschiferli-Cheerli bei seinem Jahreskonzert. (Bild: Birgit Scheidegger (Kägiswil, 11. März 2017))

Birgit Scheidegger

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Wenn gejodelt und gesungen wird, dann lebt die Heimat auf. Die Texte handeln von der Älplerzeit, den blühenden Matten und der friedvollen Bergwelt. Auch der reine Frauenchor, das Tschiferli-Cheerli, besang im ­ersten Vortrag die Schönheiten unserer Natur. Nach dem Einstieg mit dem Naturjuiz «Dr Zwisler» wurde über die «Äplerzyt» gesungen. In dieser Komposition aus der Feder des Lungerer Neldi Ming spürten die Besucher förmlich die wärmende Sonne im Rücken und hörten fast den Kuckuck in den Lärchen. Der natürliche Gesang mit dem ausgeglichenen Chorklang präsentierte eine harmonische Reinheit und wurde gefühlvoll vorgetragen.

Als Gäste hatten die Frauen das Saumchörli Herisau aus dem Appenzellerland eingeladen, einen Jodlerklub bestehend aus acht Frauen und elf Männern. Sie zeigten sich nicht nur äusserlich als Kontrast, sondern boten auch eine andere musikalische Kost. Der Chor besticht durch die Einfach- und Klarheit, oft sind bei ihnen nicht einmal die Komponisten bekannt, weil die Lieder von Generation zu Generation durch das Gehör weitergegeben werden. Für die Besucher in der Mehrzweckhalle Kägiswil war aber nicht nur der Gesang, sondern vor allem die Appenzeller Tracht ein Augenschmaus. Im ersten Konzertteil überraschte der Chor mit einem traditionellen Schellenzäuerli, bei dem zwei Mitglieder die Glocken zu den Gesangsstimmen schwangen. Die Männer in ihren roten Jäckchen, dem Silberschmuck an den Hosen und dem typischen Ohrring sowie die Frauen in ihren Trachten überzeugten mit einem gelungenen Mix aus Gesang und Juizen, der im zweiten Teil mit dem Taler im Teller, dem Beckizäuerli, den Höhepunkt fand.

Ein Selfie-Stick als Notenständer

Diese Gegensätze begeisterten und machten das Konzert sehr abwechslungsreich. Wie ein roter Faden zog sich die harmonische Jodlertechnik durch den Abend, und es wurde ein musikalischer Leckerbissen nach dem anderen serviert. Die im Programm angekündigten Beiträge des Jodler­duetts Monika und Lisäbeth, ­darunter die Uraufführung «Äs ­Leychtä i meynä Aigä» aus der Feder von Lisäbeth Hurschler, fielen aus. Monika Ettlin, die den Chor auch dirigiert, war just am Jahreskonzert heiser, stand aber tapfer im Chor hinter «ihren» Frauen. Diese dankten ihr für ihre Ausdauer und überreichten ihr ein ganz besonderes Geschenk: nebst einem Gutschein einen Selfie-Stick. «Wir haben gesehen, dass deine Arme immer kürzer werden, und an diesem Stick kannst du auch Noten­blätter befestigen», erklärte ein Chormitglied schmunzelnd.

Durch den Abend führte das junge Frauenduo Martina und Caroline von Moos, das die Vorträge jeweils mit viel Witz und Charme vorstellte. Als weiterer Gast war das Handorgelduo Echo von Riedbodä eingeladen, das nach dem Konzert zum Tanz einlud. Abgerundet wurde der wunderbare Abend mit einer reichhaltigen Tombola.

Hinweis

Ein weiteres Konzert findet am Mittwoch, 15. März, 19.30 Uhr in der Pfarrkirche Kägiswil statt.

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