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KÄGISWIL: Tolle Uraufführung zum 20-Jahr-Jubiläum der Jodlergruppe Schlierätal

Die Jodlergruppe Schlierätal bot ein Konzert für Herz und Seele: Mit Naturjuiz, Jodelliedern, humorvollen Gästen aus Nidwalden – und einem neuen Naturjuiz.
Die Jodlergruppe Schlierätal an ihrem 20. Jodlerkonzert. (Bild: Kurt Liembd (Kägiswil, 17. Februar 2018))

Die Jodlergruppe Schlierätal an ihrem 20. Jodlerkonzert. (Bild: Kurt Liembd (Kägiswil, 17. Februar 2018))

Dass Unterwalden eine Hochburg für den Naturjuiz ist, wurde einem am Jodlerkonzert der Jodlergruppe Schlierätal wieder einmal bewusst. Über 300 Natur­juiz soll es allein im Raum Ob- und Nidwalden geben. Und seit Samstag sogar noch einen mehr. Doch davon später. Die Mehrzweckhalle in Kägiswil platzte aus allen Nähten, und die Leute sassen dicht gedrängt gar auf den niedrigen Langbänken entlang der ganzen Halle. Es gab sogar Gäste, die das Konzert stehend geniessen mussten.

Aber selbst stehend war das Konzert ein Genuss. Denn es war verblüffend, wie klar dieser reine Männerklub intonierte und dazu mit einem urtümlichen Chorklang ausgestattet ist sowie mit einer vorbildlichen Vokalisation. Und dies seit seiner Gründung 1998. So wurde dieses 20. Jahreskonzert zu einem Jubiläumskonzert, das diesen Namen mehr als verdient. Wie es zwei Schlieren gibt, gibt es auch zwei Juiz dazu – den «Schlierenjuiz» von Julius Stockmann und den «Schlieren­talerjuiz» vom eigenen Dirigenten Thomas Wieland. Beide durften am Jubiläumskonzert natürlich nicht fehlen, denn sie sind fast so etwas wie das Markenzeichen des Klubs. Doch sind die Schliäretaler nicht nur im Juiz zu Hause, sondern auch in den Jodel­liedern, bei denen es den Zuhörern ganz warm ums Herz wurde.

Höhepunkt des Jodlerkonzertes bildete die Uraufführung eines Naturjuiz von Roger Rohrer (39), der nicht nur Aktivmitglied, sondern auch Klubpräsident ist. Gewidmet hat der Komponist diese vierteilige Jodelperle seinem besten Kollegen Ueli Michel aus Kerns. Beides sind Heimweh-Melchtaler – entsprechend emotional kam die Neukomposition auch rüber.

Einmal mehr ist es gelungen, attraktive Gastformationen zu gewinnen, so den Jodlerklub Beatenberg. Die Gäste aus dem Berner Oberland, welche auch schon an einem Chortreffen in Holland für Furore sorgten, überzeugten auch in Kägiswil. Insbesondere mit dem Jodellied «E schöni Zyt», für das sie letztes Jahr am Eidgenössischen in Brig die Bestnote erhielten.

Für spezielle Stimmung sorgte zudem die Jodlerfamilie Herger aus Buochs, welche urchig-humorvoll und mit vielen Eigenkompositionen aufwartete. Stilistisch von völlig anderem Zuschnitt erwies sich das Alphorntrio Langholz aus Willisau. Die drei ausgebildeten Blasmusikanten gaben sich experimentierfreudig und geizten nicht mit Humor, indem sie sogar mit Gartenschlauch und Trichtern spielten. Marcel Kiser führte humorvoll und informativ durch den Abend. Für musikalische Unterhaltung vor und nach dem Konzert sorgte das Ländlertrio «Echo vom Lizä» mit Klängen im Innerschweizer- und Illgauerstil.

Kurt Liembd

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

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