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Kägiswiler luden zum Guggenduell

Am Samstag fand in Kägiswil der traditionelle Dossäbängälerball statt. Am vierten Guggen-Battle nahmen unter anderen die Izipanizis und die Beromüügger teil.
Lea Kathriner
Auch die «Izipanizis »aus Sachseln waren zu Gast am Dossäbängälerball. (Bilder Dani Lüthi, Kägiswil, 16. Februar 2019)

Auch die «Izipanizis »aus Sachseln waren zu Gast am Dossäbängälerball. (Bilder Dani Lüthi, Kägiswil, 16. Februar 2019)

Wenn es aus der Schneewittchen-Bar «I love Rock’n’Roll» tönt und Hänsel und Gretel im blauen Discolicht tanzen, in der Chelibuidä das Ländlertrio Britschgi für Stimmung sorgt und in der Mehrzweckhalle das einzige Guggen-Battle des Kantons stattfindet, dann ist «Dossäbängäler». Heuer fand dieser zum 33. Mal statt und lockte unter dem Motto «Märliwält» rund 1200 Fasnächtler an.

In der Mehrzweckhalle zieht eine Schlacht auf, die einen pink-gold-uniformiert, die anderen im historischen «Ano-d’Izis-Stil». In den Händen: das Blech oder die Holzschlägel. Der Startschuss ist erfolgt, ein lautstarker Einzug auf die zwei konfettigeschmückten Schlachtfelder. Die rund 30 «Beromüügger» aus Beromünster machen den ersten Zug. Spätestens als die gegnerischen Izipanizis aus Sachseln in Polonaise durch die Reihen der spielenden Beromüügger tanzen, wird klar, dass das Battle nicht aus einem Gegeneinander, sondern einem Miteinander besteht.

Abwechslungsweise geben die beiden Guggen von der jeweiligen Bühne aus ihre Lieder zum Besten, angespornt vom Publikum und vor allem ihren Mitstreitern. Letztere halten sich mit weiteren Polonaisen und perkussiver Unterstützung nicht zurück. Auch die Zuschauer zeigen sich mehr oder weniger sportlich und wechseln beim 40-Minuten-Konzert tapfer das Schlachtfeld.

Gegenseitiges Anfeuern

Bereits zum vierten Mal findet das Battle am «Dossäbängäler» statt. «Die Stimmung ist anders als bei einem traditionellen Guggenkonzert, es ist ein gegenseitiges Anheizen», erklärt OK-Präsidentin Flavia Lussi. «Die Guggen kommen sich näher.» Und wie sehen das die Gugger selber? Roli Käch, seit zwölf Jahren Trompeter bei den «Beromüüggern», pflichtet Lussi bei: «Es ist absolut super, man hat zwischendrin Pause und gibt dann wieder Vollgas. Ja, der Ansporn steigt schon, wenn die andere Gugge top spielt und man sich sagt, das können wir auch. Es ist tatsächlich ein Aufstacheln». Auch Manuel Rohrer, das neunte Jahr bei den Izipanizis dabei, findet das Battleformat gemütlich: «Man kann eine Nummer spielen und dann ‹fanen› gehen.» Er weiss aber aus Erfahrung: «Wenn wir gegen Guggen aus dem eigenen Kanton spielen, geben wir noch mehr Gas beim Anfeuern.»

Sehen und geseshen werden.

Sehen und geseshen werden.

Weitere zwölf Guggen ziehen in die musikalische Schlacht, in welcher kein Sieger erkoren wird. Und so finden sich nebst einheimischen Zwergen, Hexen und Schlümpfen sehr viele Guggenmitglieder am Ball. Schon zum 20. Mal dabei ist Pamela. Sie schätzt, dass der Anlass sehr familiär ist. Nebenan gönnen sich zwei mittelalterliche Hexen einen Kebab und meinen: «Wir haben unseren Spass und geniessen die Bars, die gute Musik und das Essen, auch wenn es nicht mehr die traditionelle Bratwurst ist». Rotkäppchen und Schlumpf aus der Schwendi schätzen die Abwechslung zum normalen Ausgang und freuen sich ob der «gherigen Chilbi». Mit Kinderprogramm, Monsterkonzert und Dossäbängäler-Ball kam jeder Fasnächtler auf seine Kosten. Da bleibt nur noch das Schlachtfeld wieder aufgeräumt zu werden.

Die «Chieferschüttler» aus Giswil.

Die «Chieferschüttler» aus Giswil.

Die «Beromüügger »aus Beromünster. (Bilder Dani Lüthi, Kägiswil, 16. Februar 2019)
"Izipanizis" aus Sachseln.
Die Giswiler «Chieferschüttler».
Schaurig schön grün....
... oder rot.
Sehen und gesehen werden I.
Sehen und gesehen werden II.
Figuren aller Art waren anzutreffen.
8 Bilder

Guggenduell in Kägiswil

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