KANTON OBWALDEN: Familien sollen steuerlich entlastet werden

Der Regierungsrat erachtet die steuerliche Entlastung von Familien aus volkswirt­schaftlicher und familienpolitischer Sicht als wichtig.

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Der Kanton Obwalden will künftig bei der Fremdbetreuung von Kindern eine Abzug ermöglichen. (Symbolbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Der Kanton Obwalden will künftig bei der Fremdbetreuung von Kindern eine Abzug ermöglichen. (Symbolbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

In seiner Stellungnahme an das Eidgenössische Finanzdepartement im Rahmen der Vernehmlassung zur steuerlichen Entlastung von Familien mit Kindern spricht sich der Regierungsrat für die sogenannte Kombinationslösung, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei.

Die Kombinationslösung beinhalte die Erhöhung des Kinderabzugs und die Einführung eines Abzugs für die Fremdbetreuung der Kinder. Wie es weiter heisst, soll der Kinderabzug bei der direkten Bundessteuer von 6100 Franken pro Kind auf 8100 Franken erhöht werden. Der Versicherungsabzug für Kinder (heute 700 Franken) soll im Sinne einer Vereinfachung in den Kinderabzug integriert werden. Der zukünftige Kinderabzug würde 8800 Franken betragen.

Alleinerziehende mit Verheiratetentarif
Zudem ist laut Mitteilung geplant, einen Abzug für die von den Familien getragenen Kosten der Fremdbetreuung von Kindern, (maximal 12'000 Franken) bei der direkten Bundessteuer einzuführen. Für den Regierungsrat ist eine Erhöhung des Kinderabzugs nach der Annahme der Unternehmenssteuerreform II gerechtfertigt. Die Erhöhung solle jedoch nicht in den Sozialabzug integriert werden.

Weiter begrüsst der Regierungsrat den Vorschlag des Bundesrats, den Alleinerziehenden weiterhin den Verheiratetentarif zu gewähren. Ebenfalls begrüssenswert sei die Aufteilung des Kinderabzugs auf beide Elternteile bei gemeinsamer elterlicher Sorge und der Verzicht auf die steuerliche Berücksichtigung der Unterstützungsbeiträge.

ana