KANTON OBWALDEN: Finanzierung für Sonderschulung geregelt

Der Regierungsrat verabschiedet zuhanden des Kantonsrats einen Nachtrag zur Verordnung über Beiträge an Kinder- und Jugendheime sowie an Behinderteneinrichtungen im Sinne einer Übergangsbestim­mung für integrative Sonderschulung.

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Laut einer Medienmitteilung der Staatskanzlei Obwalden übernehmen die Kantone gemäss Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgaben­teilung zwischen Bund und Kantonen die bisherigen Leistungen der Invali­denversicherung an die Sonderschulung, einschliesslich der heilpäda­gogischen Früherziehung.

Die ausserkantonale Platzierung von schwer sprach- und insbesondere verhaltensbehinderten Kindern und Jugendlichen wird für den Kanton Obwalden aufgrund des Eigenbedarfs der Standortkantone immer schwieriger, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Daher drängt sich eine Integration möglichst aller Kinder und Jugendlichen mit einer Behinderung in den öffentlichen Schulen auf. Eine Integrations­lösung ist nach Auffassung des Regierungsrats pädagogisch sinnvoller als die räumliche und soziale Trennung von einem vertrauten Umfeld, was bei ausserkantonalen Platzierungen der Fall ist.

Gemäss Nachtragsentwurf übernimmt der Kanton die bisherigen Leistungen der Invalidenversicherung sowie die schulischen Integrationsmassnahmen für schwer sprach- und verhaltensbehinderte Kinder und Jugendliche, namentlich die Kosten für behinderungsspezifisch ausgebildete Fachpersonen, bis ein genehmigtes Behinderten- und Sonderschulkonzept einschliesslich der heilpädagogischen Früherziehung vorliegt.

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