Umfrage
Altersvorsorge ist grösste Sorge von Jung und Alt in Obwalden

Die CVP/ Mitte Obwalden hat zum zweiten Mal eine Umfrage zu den grössten Sorgen der Obwaldnerinnen und Obwaldner durchgeführt. Nebst der Altersvorsorge beschäftigt die Teilnehmenden auch die Kantons- und Gemeindefinanzen.

Robert Hess
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Parteipräsident Bruno von Rotz (rechts) und Fraktionschef Marcel Jöri präsentieren die Ergebnisse einer Onlineumfrage.

Parteipräsident Bruno von Rotz (rechts) und Fraktionschef Marcel Jöri präsentieren die Ergebnisse einer Onlineumfrage.

Bild: Robert Hess (Sarnen, 26. August 2021)

Auch diesen Frühling konnten die Obwaldnerinnen und Obwaldner in einer Umfrage die Themen angeben, die sie derzeit am meisten bewegen. Organisiert wurde die Umfrage bereits zum zweiten Mal von der CVP/ Mitte Obwalden, und zwar wie bereits 2017 rund ein Jahr vor den Gesamterneuerungswahlen im Kanton. «Die Umfrage, an der jedermann – aber nur einmal – über die Website der CVP/Mitte Obwalden teilnehmen konnte, erhebt keinen Anspruch auf Repräsentativität», erklärte Parteipräsident Bruno von Rotz am Donnerstag an der Präsentation der Ergebnisse des «politischen Sorgenbarometers». Die Befragung diene als «Stimmungsmesser der Bevölkerung, sie gibt Hinweise auf die Themen, welche die Obwaldnerinnen und Obwaldner am meisten beschäftigen», ergänzte von Rotz. Wie bereits bei der ersten Umfrage 2017 sollen die Ergebnisse von 2021 vor den Gesamterneuerungswahlen des Kantonsrates und des Regierungsrates am 13. März 2022 ins Parteiprogramm einfliessen.

Von den 17 vorgegebenen Themen haben die 167 Teilnehmenden eine gesicherte Altersvorsorge mit 55.09 Prozent als wichtigstes Thema bezeichnet – und zwar auch die Jungen unter 25. Zweit- und drittgrösste Sorge aller Teilnehmenden sind gesunde Kantons- und Gemeindefinanzen sowie die Kostenbremse beim Gesundheitswesen mit je 51.5 Prozent. Das Thema gute Rahmenbedingungen für Familien steht mit 50.9 Prozent auf dem vierten Platz vor den sicheren Arbeitsplätzen für Jung und Alt mit 48.5 Prozent. Als die am wenigsten wichtigen Themen, werden die Angebote im öffentlichen Verkehr, ein verträgliches Flüchtlings- und Asylwesen sowie die steuerliche Entlastung der KMU bezeichnet. Bewusst war die Pandemie nicht in die Liste aufgenommen worden.

Kantons- und Gemeindefinanzen an Bedeutung gewonnen

Dicht hinter den fünf Topthemen steht die Sorge um die Zukunft des Kantonsspitals Sarnen. Dieses Anliegen sowie eine nachhaltige Landwirtschaft sind für die Frauen zentral. Für Männer sind es sichere Arbeitsplätze, Umwelt/Klima und die Raumentwicklung.

«Im Vergleich zur Umfrage 2017 haben sich die Themen leicht verschoben», erklärte Parteipräsident Bruno von Rotz an der Medienorientierung. Besonders auffallend sei, dass das Thema Kantons- und Gemeindefinanzen in den vergangenen vier Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen habe und vom 7. auf den 2. Platz vorgerückt sei. Das gleiche gilt für das Thema sichere Arbeitsplätze für Jung und Alt, das vom 10. auf den 5. Platz vorstiess. Im Rahmen der Umfrage waren auch Anmerkungen möglich. Dabei wurde unter anderem die Lärmbelastung zu den Ausflugzielen genannt.

Rund 40 parlamentarische Vorstösse

Neben der Umfrage 2021 wird für das künftige Parteiprogramm sowie für die weitere Parteiarbeit das Themenmanagement der CVP-Fraktion des Kantonsrates 2018 - 2022 eine wichtige Grundlage bilden. Fraktionschef Marcel Jöri präsentierte an der Medienorientierung einen Zwischenbericht der parlamentarischen Arbeit. Rund 40 Motionen und Interpellationen zu den Themenbereichen Werte und Solidarität, Wirtschaft und soziale Verantwortung, Gesellschaft, Familie und Bildung sowie Klima, Landwirtschaft und Umwelt sind bisher von Fraktionsmitgliedern eingereicht worden. Die Erfolgskontrolle im Hinblick auf die Erarbeitung des Parteiprogramms 2022 – 2026 ist im November geplant. «Eine offene Kommunikation ist für uns sehr wichtig», betonte Marcel Jöri, Fraktionspräsident der CVP/ Mitte Obwalden, wie es im Leitbild 2025 heisst.