KANTON OBWALDEN: Kauf des Flugplatzes Kägiswil abgelehnt

Der zivil genutzte Flugplatz Kägiswil kann vorläufig weiter betrieben werden. Das Obwaldner Stimmvolk sagte mit 7750 zu 4666 Stimmen Nein zum Kredit von 1,8 Millionen Franken für den Kauf des Areals und den Rückbau. Die Stimmbeteiligung lag bei 51,33 Prozent.

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Blick auf den Flugplatz Kägiswil. (Bild: PD)

Blick auf den Flugplatz Kägiswil. (Bild: PD)

Damit war das Referendum der zivilen Nutzer des Flugplatzes erfolgreich. Sie wehrten sich gegen die Schliessung des 1957 gestarteten zivilen Flugbetriebs. Die Anlage sei ein attraktiver Standortfaktor, eine Ausbildungsstätte für die Jugend und eine bewährte Sport- und Freizeitanlage, argumentierten sie.

Der Flugplatz dient vier Motor- und Segelflugvereinen mit rund 350 Piloten als Heimbasis. Die Anlage wird von Segel- und Motorfliegern sowie von Fallschirmspringern benützt.

Wie lange der Flugbetrieb weitergehen kann, ist indes offen. Gemäss Regierung ist der Flugbetrieb in Kägiswil zonenwidrig, da das Areal gemäss Richtplan nur landwirtschaftlich genutzt werden dürfte.

Laut Sachplan Infrastruktur Luftfahrt kann der Betrieb nur provisorisch weitergeführt werden. Für eine unbeschränkte Nutzung ist eine Anpassung des Sachplans nötig - ein aufwendiges Verfahren auf Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene.

Mit dem Nein des Volks zum Kauf bleiben die nun knapp 70'000 Quadratmeter Land im Besitz der Armee. Mit einem Kauf wollte die Regierung die Raumbedürfnisse des Zivilschutzes für ein neues Logistikzentrum lösen. Überdies hätte der Kanton Boden erhalten, den er Bauern als Ersatzfläche für jenes Land zur Verfügung stellen wollte, das für den Hochwasserschutz gebraucht wird.

Kein Jugendparlament

Überraschend gescheitert ist in Obwalden die Einführung eines Jugendparlaments. Das Stimmvolk lehnte sowohl die Initiative der Jungen CVP und der Jungsozialisten mit 9497 gegen 1777 Stimmen als auch den regierungsrätlichen Gegenvorschlag mit 6058 zu 5169 Stimmen ab.

Die Initianten verlangten eine gesetzliche Verankerung der Jugendkammer sowie ein Motionsrecht im Kantonsparlament. Der Gegenvorschlag sah in einem fünfjährigen Testbetrieb lediglich ein Petitionsrecht vor sowie ein Budget von 10'000 Franken.

sda