KANTON OBWALDEN: Matthorner Gleitschirmflieger heben ab

Sie kennen nichts Schöneres, als mit einem Gleitschirm durch die Luft zu schweben. Im Gleitschirm-Club Matthorn treffen sie sich und der feiert heute ein Jubiläum.

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«In diesem Moment vergisst du einfach alles.» (Bild PD)

«In diesem Moment vergisst du einfach alles.» (Bild PD)

Gestern waren es auf den Tag genau 20 Jahre her, seit der Gleitschirm-Club Matthorn auf dem gleichnamigen Berg in Alpnach gegründet worden ist. 


Der Club nimmt das Jubiläum zum Anlass, an diesem Wochenende zu feiern und zu fliegen.

«So ein komischer Lumpen»
Einer, der bei der Gründung dabei war und heute noch fliegt, ist der Alpnacher Martin Küchler. Er erinnert sich: Ein Nachbar habe damals im Garten «so einen komischen Lumpen» zusammengefaltet. Auf die Frage, was denn das sei, antwortete der Nachbar: «Das ist ein Gleitschirm.» 

Küchlers Interesse war geweckt. Kurze Zeit später besuchte er den Schnuppertag einer Gleitschirmschule in Engelberg. «Es war ein kleiner Hügel, und ich war nur ein paar Sekunden in der Luft. Aber bereits bei der Landung wusste ich: Das ist es.» Die Faszination von damals sei «in ein Fieber ausgeartet», sagt der heute 43-Jährige lachend. Im Jahr absolviert er durchschnittlich rund 50 Flüge.

Wichtige Aufgaben
Der Club sei damals eine «Idee am Biertisch» von einigen Alpnachern gewesen, die ihr gemeinsames Hobby pflegten, so Küchler. Die Gründungsfeier hielten sie an ihrem damaligen Startplatz am Matthorn ab  damit war auch der Clubname gefunden.

Heute trage der rund 70 Mitglieder zählende Club eine ernsthafte Verantwortung und erfülle viele wichtige Aufgaben, erklärt Martin Küchler. So müsse man beispielsweise für geeignete Landeplätze mit verschiedenen Landeigentümern verhandeln. 

Zudem achte man darauf, dass sich die Mitglieder an wichtige Regeln halten  etwa Schutzgebiete, die nicht tangiert werden dürfen, oder die Koordination und Absprache mit andern Teilnehmern des Luftraums im Umkreis der Flugplätze Alpnach und Kägiswil. Auch Ausbildung und Sicherheit seien zentrale Themen des Clubs.

Adrian Venetz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.