KANTON OBWALDEN: PC-21: Regierung enttäuscht über Projektabbruch

Die armasuisse hat das Projekt zur Lärmreduktion des Trainingsflugzeugs PC-21 abgebrochen, nachdem Tests mit veränderten Propellern keine Verbesserung ergaben.

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Ein Propeller der PC-21 beim Lärmtest. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Ein Propeller der PC-21 beim Lärmtest. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Der Regierungsrat bedauert dieses ernüchternde Ergebnis in einem Schreiben an den Kommandanten der Luftwaffe. Er könne zwar den Entscheid der Luftwaffe, das Projekt einzustellen, nachvollziehen. Die hohen, surrenden, auf- und abschwellenden Töne führten jedoch zu Lärmbelästigungen in den Trainingsregionen. Im Kanton Obwalden sind deshalb in den letzten Jahren vermehrt Klagen wegen des Lärms eingegangen.

Im Sarneraatal sind davon mehr als 30 000 Bewohnerinnen und Bewohner betroffen, wie die Obwaldner Staatskanzlei am Dienstag mitteilt. Unter schädlichen Auswirkungen könne aber auch der Tourismus leiden, würden doch viele Besucher im Kanton Obwalden insbesondere Ruhe und Erholung suchen und schätzen.

Der Regierungsrat habe grundsätzlich Verständnis für die Trainingsflüge der Luftwaffe in den drei Trainingsgebieten. Selbstverständlich seien ihm auch die für die Bevölkerung unseres Kantons hochwertigen und unverzichtbaren Arbeitsplätze der Flugindustriebetriebe in Alpnach und Stans sehr wichtig, welche erheblich zur Wertschöpfung der ganzen Region beitrügen.

Es sei jedoch die Aufgabe des Regierungsrats, die gesamten Belastungen für den Kanton aus dem Flugbetrieb im Auge zu behalten. Er lege grossen Wert auf die Fortführung des bereits bisher gepflegten Erfahrungsaustausch mit dem VBS und erwarte einen konstruktivben Dialog in Sachen PC 21-Lärmimmissionen.

pd/nop