KANTON OBWALDEN: Qualitätsmost ist reichlich vorhanden

Süssmostliebhaber dürfen sich freuen: Das Naturgetränk, das gegenwärtig «frisch ab Presse» angeboten wird, ist von bester Qualität.

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Thomas Braschler (rechts) und Jonas Burach (Pilatus-Mitarbeiter) laden die Früchte ab. (Bild Bea Zai/Neue OZ)

Thomas Braschler (rechts) und Jonas Burach (Pilatus-Mitarbeiter) laden die Früchte ab. (Bild Bea Zai/Neue OZ)

«Die Qualität des heurigen Süssmostes ist ausgezeichnet», sagt Josef Bucher, Geschäftsführer der Pilatus Getränke AG in Alpnach. Täglich liefern rund 20 bis 50 Landwirte ihr Mostobst bei ihm ab.

«Die Menge pro Tag variiert gewaltig, nämlich von zwei, drei Harassen bis zu 20 Tonnen. Zu unseren Grosslieferanten gehören Thomas und Margrit Braschler aus Giswil», hält Bucher fest. Seit gut 60 Jahren würden die Braschlers, heute in der zweiten Generation, das Mostobst der noch zahlreichen Hochstammobstbäume von allen Landwirten in der Gemeinde Giswil zur Weiterverarbeitung nach Alpnach bringen.

«Wenn es in Obwalden um Mostobst geht, kommt man um Thomas und Margrit Braschler nicht herum», weiss ein schmunzelnder Josef Bucher.

50 Prozent in Bioqualität
Die Mostobsternte 2008 ist allgemein knapp, vor allem fehlen die Birnen. Die Obwaldner Hauptsorte, die Gelbmöstlerbirne, trägt nur übers andere Jahr und fällt naturgegeben im Jahr 2008 aus.

Annähernd 50 Prozent des Mostobstes wird bei der Pilatus Getränke AG in Bioqualität angeliefert. Auch in diesem Bereich ist Giswil führend. Der Absatz des Biomostobstes, für welches der Bauer einen höheren Preis bekommt, ist für Josef Bucher problemlos. Bei den späten Apfelsorten, den Bonäpfeln etwa, ist der Behang sehr gut, und in 10 bis 14 Tagen kann eine reiche Ernte eingefahren werden.

«Gesamtschweizerisch kommt genug Süssmost auf den Markt. Einem weiterhin steigenden Konsum steht nichts im Wege», ist Bucher überzeugt. Beim Mosten entsteht ein so genanntes Abfallprodukt, der Nasstrester. Der nach der Pressung verbleibende Apfel- und Birnentrester ist bei weitem kein Abfall, sondern ein wertvolles, ballaststoffreiches Viehfuttermittel.

Bea Zai

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.