KANTON OBWALDEN: Sie begleiten die Kür der Kühe

Die Viehaustellung mit fast 900 angemeldeten Tieren zeigte wieder: Experten, die ihre Arbeit mit Fachkenntnis und Konzentration erfüllen, sind unentbehrlich.

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Josef Portmann aus Schüpfheim begutachtet die Tiere in Sarnen. (Bild Paul Küchler/Neue OZ)

Josef Portmann aus Schüpfheim begutachtet die Tiere in Sarnen. (Bild Paul Küchler/Neue OZ)

An der kantonalen Viehausstellung in Sarnen von gestern Freitag wurden 833 Tiere aufgeführt. Das bedeutete für die Organisatoren, dass der ganze Ablauf bis ins Detail minutiös vorbereitet sein musste. Grosse Anforderungen waren auch an die zwölf Experten gestellt. Jeder von ihnen hatte bei den Abteilungen, die ihm zugeteilt waren, durchschnittlich rund 70 Tiere zu begutachten.

Einer der Experten, die im Einsatz standen, ist Josef Portmann aus Schüpfheim. Für ihn begann das Tagwerk frühmorgens schon um 4.15 Uhr, weil er zuerst noch die Stallarbeiten erledigen musste. Die zusätzliche Arbeit an jährlich bis zu zwölf Viehschauen übernimmt Portmann als begeisterter Viehzüchter jedoch gerne. Mit seinem Fachwissen wird er jeweils auch während rund 80 Tagen im Jahr vom Schweizerischen Braunviehverband für Tierbeurteilungen eingesetzt.

Euter, Gelenke, Brust und Becken
Die Tierbeurteilung und die Auszeichnung der besten Tiere sollen dazu beitragen, dass die Wirtschaftlichkeit in der Viehhaltung verbessert wird. Portmann stellt fest, dass dazu ein gutes Aufnahmevermögen von Rauhfutter erforderlich sei und dass die Tiere eine gute Brustbreite haben müssten, damit Herz und Lunge optimal funktionieren. Eine korrekte Beckenlage sei auch im Zusammenhang mit der Fruchtbarkeit von Bedeutung.

Und gerade im Berggebiet sei es wichtig ist, dass sich ein Tier über Jahre hinweg problemlos bewegen könne. Dies setze gute Glieder mit der richtigen Beinwinkelung voraus. Die Wirtschaftlichkeit einer Kuh hänge aber auch vom Euter ab, hält Portmann fest. Dieses müsse kompakt sein. Die Zitzen müssten die richtige Länge aufweisen und richtig verteilt sein, damit eine Kuh problemlos mit der Maschine gemolken werden kann.

Der «Mister 2008» wurde ebenfalls erkoren
Im Rampenlicht standen einige Experten am Nachmittag bei den spannenden Spezialwettbewerben, wo sie vor dem grossen Publikum im Ring Entscheide zu treffen hatten. Dabei wurde beispielsweise aus den Stierenabteilungen der «Mister 2008» erkoren.

OK-Präsident Franz Scheuber stellte fest, dass die Viehschau einen sehr guten Verlauf nahm und alle Experten zur Zufriedenheit der Viehaussteller äusserst speditiv und kompetent ihre Aufgaben erfüllten.

Paul Küchler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.